Dienstag, 20. Oktober 2026

4658 Mit federndem Schritt

 



11:19 a.m.  Mit federndem Schritt bin ich im Espresso Burggasse eingetroffen, mit einem Weiler-Buch, das mir bei Wienerroither & Kohlbacher geschenkt wurde! Ich bin so glücklich!


12:03.  Emerson, Lake and Palmer habe ich aus Boxen gehört und irgendwann auch The Cream, den Standard habe ich gelesen, das wunderschöne Buch über eine Ausstellung von Max Weiler habe ich durchgeblättert … ich sitze im hinteren Raum, an der Wand gegenüber das prächtige, blecherne Segelschiff – von hinten beleuchtet, was es noch eindrucksvoller und dreidimensionaler macht. Meine Sorgensachen der letzten Tage habe ich inzwischen alle abgearbeitet und kann sagen: jetzt bin ich frei! (bis zum nächsten Mal – der innere Spötter)

Vor lauter Glück kann ich meine Gedanken gar nicht ordnen (hast du das jemals können? - der innere Spötter). Bei Wienerroither & Kohlbacher / Fine Art Vienna haben sie mich ermuntert, immer wenn die ausgestellten Bilderanschauen mag, anzuläuten. Ich hätte mich das als finanziell Impotenter nie getraut.
Die Wende ist so gekommen:
Beim Wienrroither & Kohlbacher haben sie heraußen vor der Tür einen Tisch stehen, wo sie Kunstkataloge zur freien Entnahme anbieten. Als ich heute am Weg von der Zahnambulanz in mein Lieblingscafé bei W&K vorbeiwandere, legt ein Mann aus dem Geschäft gerade Bildbände heraus. Ich gehe neugierig hin und der Mann drückt mir einen Band in die Hand. Ich sehe, dass es ein Klimtbildband ist und gebe ihn sogleich zurück und sage: „Den Klimt kann ich nicht mehr sehen!“ Um W&K, ihn und seine Freundlichkeit nicht zu kränken, füge ich wahrheitsgemäß an: „Aber ich schaue immer, wenn ich vorbeigehe, durch die Fenster, ob ich einen Weiler hängen sehe!“ [sie haben dort irgendwie mit dem Weilernachlass zu tun] und zeige auf das eine Weilerbild an der Wand. Darauf sagt der Mann: „Ich kann Ihnen auch einen Weilerbildband schenken!“ und lädt mich ein, doch einzutreten. Allein schon, dass ich das Geschäft betreten darf, rührt mich zutiefst. Ich schaue mir drinnen die Bilder an den Wänden an, besonders das Weilerbild, während der freundliche Mann nach hinten geht, um den versprochenen Band zu holen. Dabei komme mit dem ebenfalls freundlichen Mann am Schreibtisch im vorderen Raum ins Plaudern. Dass der Weiler einer meiner Lieblingsmaler ist, dass ich vor Jahrzehnten öfters zu Besuch in seine Klasse an der Kunstakademie war, weil ich einige seiner StudentInnen kannte und so weiter, bis ich auch von REM und der REMbox erzähle. Der Mann am Schreibtisch lädt mich tatsächlich ein, öfters hereinzukommen und mich hier umzusehen. Ich betone noch, dass ich kein Käufer sein kann und frage noch ganz erstaunt: „Ich kann an der Tür läuten und hereinkommen, obwohl ich aus finanziellen Gründen nichts kaufen kann?“ „Aber ja!“ war seine Antwort und er schlägt vor, meine E-mail-Adresse in die Liste einzutragen, um mich von Veranstaltungen informieren zu können. Ich jedoch bin so euphorisch, dass ich das nicht mache, sondern gleich meine Visitenkarte hinlegen will. Das gerät allerdings etwas umständlich, denn zuerst fällt mir nicht ein, wo ich die Karten eingesteckt habe – meine aktuelle Jacke hat keine dafür geeignete Tasche – und als mir einfällt, dass ich sie rückwärts in meinem Bauchtäschchen, in dem ich vorne mein Handy mit Schrittzähler trage, also in der am Körper anliegenden Seite verwahre, wird es erst recht umständlich, zunächst meine Jacke mit dem leicht klemmenden Reißverschluß aufzumachen, jene auszuziehen, den Pullover hochheben, und, weil ich an die Rückseite des Täschchens herankommen muß, und schließlich das Bauchtäschchen abzuschnallen. Und nachdem ich euphorisch mein Kärtchen übergeben habe, wieder der ganze Vorgang retour. Ich mache schon noch eine Bemerkung darüber, wie das für Passanten draußen komisch ausgesehen haben muß – aber egal, es macht mir jetzt meine Umständlichkeit nichts aus und beglückt und für meine Verhältnisse überschwänglich bedanke ich mich (dein Eifer wird dich verraten – der innere Spötter) und marschiere mit federndem Schritt von dannen, das Weilerbuch mit beiden Händen glücklich umklammernd (ich hatte keine Rucksack dabei).

So sitze ich jetzt da, werde bald trotz nahender Pleite einen zweiten Cappuccino bestellen und blättere beglückt, staunend und ergriffen den Katalog durch, besonders die ausklappbaren Seiten mit den großformatigen Arbeiten haben es mir angetan. Ich zittere vor Glück (und ein wenig kalt ist dir auch – der innere Spötter). Vor lauter euphorischer Unruhe und Aufgeregtheit kann ich nicht schreiben und muß pausieren und vor lauter … – wie oben – lese ich die Salzburger Nachrichten.

Inzwischen habe ich sie wieder in den Zeitungsständer gesteckt und mische mich sogar in die auf Tirolerisch geführte Diskussion am Tisch gegenüber über die Ofenrohre hier im Lokal ein – vorher ging es ihnen um das Genitiv „s“. Das Blech-Segelschiff an der Wand fährt tatsächlich in Gegenwart, Anwesenheit und mein Bewußtsein. Ich schaue wieder in den Weilerband (Max Weiler, 1910 – 2001, Vier Wände, Four Walls) und hebe ihn dabei hoch, weil ich den Tirolertisch beeindrucken will, wo ich hoffe, dass jemand zufällig herschaut, denn ich traue ihnen zu, dass sie den Weiler kennen. Ob’s zutrifft, weiß ich natürlich nicht. Aber als dann wirklich wer herschaut, hatte ich den Bildband schon neben mir auf der Bank abgelegt.
Ich zapple schon vor Ungeduld auf das Eintippen dieses Textes (allerdings muß er vorher noch einige depressive abarbeiten – der innere Spötter). Ja, ja, das kriegen wir schon hin; mit Pausen, Essen als Stärkung und herumhüpfen im ehemaligen Atelier, wo das für die Schublade zuständige Laptop steht (ganz so ist es nicht gekommen: es ist 22:59 und ich bin immer noch nicht fertig, Pausen waren zu wenige, mir tut der Rücken weh, ich bin müde und herumgehüpft bin ich auch nicht – der Tipper). Blöd ist nur, dass ich für die weite Wanderung durch die Stadt keinen Rucksack für den Bildband mithabe. War ja alles nicht geplant.


(20.10.2026)


©Peter Alois Rumpf    Oktober 2026    peteraloisrumpf@gmail.com

4657 Zeichnen

 



15:22.  Ich sitze im Augarten und warte darauf, das Handy von der Reparatur abholen zu können. Ich sitze in einem Bereich, wo ich gewöhnlich kaum durchgehe und „natürlich“ tuckern, kreischen und jaulen irgendwelche von hier aus unsichtbaren Maschinen und Geräte auf von hier aus unsichtbaren Baustellen. Übrigens sind es Stand jetzt 19 498 Schritte, die ich absolviert habe, und somit sitze ich völlig zu recht und muß mir weder Faulheit noch Trägheit vorwerfen lassen (ach, meine zermarterte Seele! Wann wird sie endlich Ruhe finden?). Die Bäume hier sind beeindruckend, nur der, unter dem ich sitze – dort steht hald (sic!) die Sitzbank – wirkt nicht ganz gesund; seine Blätter scheinen zerfressen und von irgendetwas befallen.
Ist das eine Föhre da drüben? Die Nadeln schauen etwas anders aus, aber die leicht rötliche Färbung des Stammes tät’ passen. Zeichnen? Probieren wir es.

15:48.  Es ist so: beim Zeichnen bin ich in leichte Panik geraten, als würde ich etwas Verbotenes tun. Streng Verbotenes! (Ich weiß, welchem Arschloch ich das verdanke.) Die Panik war leicht, aber schon real; ich habe nach zwei Versuchen gleich aufgehört. Ich kann mir nicht noch mehr Verwirrung in meinem Leben erlauben. Ich versuche das Zeichnen seit Jahren; selten zwar finde ich den Mut, aber ich versuche es immer wieder und immer wieder und scheitere jedesmal.


(19.10.2026)


0:24 a.m.  Kann ich über diesen Tag ein Résumé schreiben? Immerhin war er anstrengend und - für meine Verhältnisse – turbulent. Nein, kann ich nicht; mein Geist ist zu müde und unkonzentriert. Erst jetzt kommt mir in den Sinn, durchzuatmen. Ich bin nämlich oft schon von kleinen Schwierigkeiten überfordert, weil sie für mich groß sind.


(20.10.2026)


©Peter Alois Rumpf    Oktober 2026    peteraloisrumpf@gmail.com

4656 Die Roßkastanie

 



12:31.  Trotz meiner Verzweiflung habe ich auf dem Weg hierher in den Hof 5 mit schwachem zwar, aber doch Vergnügen eine Roßkastanie, die mit vielen anderen am Boden gelegen ist, mit dem Fuß weggekickt (ob zu ihrem Glück oder Unglück weiß er nicht – der innere Spötter). Nun sitze ich bei den Kastanienbäumen, deren Blätter schon braun und gelb sind, wobei ich nicht weiß, welchen Anteil davon die Miniermotten und welchen der Herbst hat. Bei den Lindenbäumen ist die Sachlage eindeutiger: da ist es einzig der Herbst, der die Blätter so schön verfärbt. Einen sonnigen Sitzplatz habe ich nicht gefunden, aber ein wenig blinzelt die Herbstsonne durch das Geäst. Der Wind raschelt im verdorrten Laub und treibt einzelne Blätter vor allem am Asphalt der Parkwege umher. Ein schwarzes Eichkätzchen läuft schnell zum großen Baum und ich frage mich, wovon es hier im kleinen Hof lebt. Nussbäume oder Haselnusssträucher (diese 3 „s“ schauen einfach so deppert aus!) sehe ich nicht; die Früchte der Linden und der Kastanien hätte ich nicht als Nahrungsquelle für Eichhörnchen vermutet. Ich weiß es freilich nicht und googeln kann ich es ohne Handy auch nicht. Gut, das Eichkätzchen wird schon wissen, was es hier macht. Oder ist es auch von den guten Plätzen abgedrängt worden und hat sich nicht behaupten können? (Schluß mit den Projektionen und der Jammerei! - der innere Kritiker.) (Jammern tut man, wenn man nicht handeln kann. Kann!)


Was kann ich noch bis zur Psychotherapiestunde um 14h tun? Mit dem jämmerlichen Geschreibsel soll ich aufhören; bleibt mir nur, hier im Campus im Kreis zu gehen. Fürs längere Herumsitzen im Freien ist es zu kalt und außerdem tut mir schon der Hintern von der Holzbank weh.


(Er ist an diesem Tag 22 543 Schritte gegangen und zwei-, dreimal die Woche trainiert er im Gym – also sagt ihm ja nicht, er soll gegen seine Depression mehr Sport betreiben, ihr Ignoranten! – der Tipper, der auch schon Depri-angekränkelt scheint.)


(19.10.2026)


©Peter Alois Rumpf    Oktober 2026    peteraloisrumpf@gmail.com

4655 Lastwagenretourfahrtwarnsignal

 



11:38 a.m.  12 478 Schritte bin ich heute schon gegangen und nun raste ich im Weltcafé. Der Stress läßt nicht nach (Handyreparatur, Handyvertragsverlängerung, Internetumstellung – alles nicht von mir initiiert, sondern von außen oder den Umständen aufgezwungen; ich selber würde alles lassen, wie es ist, wenn es funktioniert). Das wird alles teuer. Ich kann mich kaum beruhigen; nur die leichte Erschöpfung nach der langen Stadtwanderung überlagert das Ganze, jedoch ohne es völlig abzudecken. Ohne Handy keine Photos, keine Kommunikation, keine Banküberweisungen (ich habe mich gegen die Umstellung von Tan-Code auf Handy gewehrt; ich wollte das nicht, aber die Bank stellte einfach um). Eine düstere Unruhe liegt in der Luft, etwas Bedrohliches kündigt sich an. Ich habe in dieser Welt keine Chance („Du hast keine Chance, aber nutze sie!“ - der einzige Satz, der ihm im Film Die Atlantikschwimmer von Herbert Achternbusch gefällt - der innere Spötter, der ihn aufmuntern will). Auch die Geräusche sind heute besonders laut, aufgedreht und unangenehm. Die Bilder an der Wand sind scheußlich; heute kenne ich keine Gnade und kein Pardon und kein Entgegenkommen. Ich brauche soziale Sicherheit, um entspannter und großzügiger sein zu können.

Von der Baustelle draußen kommt in Abständen von zirka 6 Sekunden so eine Art Warnton – oder was das ist; in Zeiten wie diesen treten die Posaunen von Jericho unauffälliger, heimlicher, hinterfotziger, als irgend so ein – was weiß ich – Lastwagenretourfahrtwarnsignal getarnt auf, aber wie steter Tropfen den Stein höhlt, werden auch hier die Stadtmauern und mein Schutzwall fallen und mein Dasein endgültig verwüstet werden. Nichts wird übrig bleiben (außer vielleicht deine Texte, die niemanden interessieren und keine Beachtung finden werden – der innere Spötter). Das wäre schon fast egal, wenn ich nur einen ruhigen Lebensabend haben könnte; aber schaut nicht danach aus (leider bist du nicht auf dem Level eines Grillparzer zum Beispiel, denn dann könntest du sagen: „Zwanzig Jahre meines Nachruhms für einen abgesicherten Lebensabend!“ - der innere Spötter). Aber festhalten will ich schon: die kranke Gesundheitskasse hat mir noch nicht einmal meine teilweise Rückvergütung meiner Psychotherapiekosten von Juni, Juli, August ausbezahlt. Mit mir können sie ja soetwas machen und dauernd irgendwelche zusätzlichen Belege, die bisher nie nötig waren, einfordern, die ich schon abgegeben habe, und die Zahlung endlos hinauszögern, mit der hundsgemeinen, nie mir gegenüber persönlich ausgesprochenen, aber strukturellen Unterstellung, dass ich betrüge (würde mich schon interessieren, ob sie bei den Abrechnungen der Patienten der Privatkliniken, die sie seit Neuestem auch unverschämter Weise unterstützen, so kleinlich herumtun). (Ich bin mir nicht sicher, ob das alles so stimmt oder ob seine Behauptungen seiner Panik geschuldet sind. Sicher wurden noch nicht alle Rückvergütungen ausbezahlt, aber welche schon und welche nicht, kann er in seiner Depressions-bedingten Verwirrung nicht mehr punktgenau rekonstruieren - der Tipper.) Ich bin sehr verbittert. Und überfordert. Letzteres war ich immer schon, aber habe tapfer mit meinen geringen Mitteln dagegen gehalten. Jetzt jedoch geht mir die Kraft aus und die Stadtmauern werden einstürzen.


(19.10.2026)


©Peter Alois Rumpf    Oktober 2026    peteraloisrumpf@gmail.com

4654 Alltagstauglich machen

 



7:58 a.m.  Ich wache verwirrt aus einem befremdlichen Traum auf, aber erst, als mir einfällt, dass ich mein vor einer Woche repariertes Handy nochmals zur neuerlichen Reparatur bringen muß, weil es wieder streikt, fährt mir so richtig die Angst ein, dass es mich noch im Bett zusammenbiegt und mir fast schlecht wird. Ich bin mit solchen Sachen heillos überfordert: ich kenne mich nicht aus, weiß nicht, ob und wann ich über den Tisch gezogen werde (wurde ich bei Reparatur 1 nicht, wie ich inzwischen feststellen konnte!) und fürchte, dass ich die Kosten finanziell nicht derstemm’. Ich bin wieder in Morgenpanik, so sehr, dass ich zittere und die mühsame Arbeit, mich zu beruhigen und einigermaßen alltagstauglich zu machen, hat schon begonnen.


(19.10.2026)


©Peter Alois Rumpf    Oktober 2026    peteraloisrumpf@gmail.com

4653 Mitte Oktober

 



15:10.  Am Kaffeehaustisch liegt meine Gary-Larson-Brille und ich betrachte sie. Ich meine wie die in seinen Cartoons, die immer leicht hysteroid angelegte Frauen tragen und die am Gestell so Kuhfell-artige Flecken haben. Ich trinke den zweiten, hier im Kaffeeamt immer köstlichen Cappuccino, während draußen im Gastgarten die Nachmittagssonne aus Richtung Donaukanal in die Schiffamtsgasse hereinscheint. Selbst die EU-Fahne vorm Vermessungsamt bekommt noch ein paar Sonnenstrahlen ab, aber nicht mehr lange - denke ich – dann wird sie in den Schatten geraten. Noch aber tanzt sie in Sonne und Wind.

Ich sehe einen Mann mit Hut im Gastgarten sitzen, die Sonne scheint ihm ins Genick und macht sein Gesicht dunkel. Offensichtlich liest er. Oder doch nicht? Vielleicht tippt er; sein Tisch ist vom schönen, niederen Schilfzaun verdeckt. Die Musik ist wieder so schön. Dieses Sonnenlicht, das so direkt in die Gasse kommt und ihr entlang leuchtet, gefällt mir so gut; es verzaubert die Welt da draußen. Wie eine helle, betörende Schneise vor der dunklen Hauswand gegenüber. Der Baum an der Kreuzung vorne (hinterm Bretterzaun) steht still und hält seine Äste und Zweige wie beschützend über die dunkle Hochedlingergasse. Bei diesem Licht draußen könnte ich notorischer Innenraumsitzer doch bald schwach werden und mich hinaussetzen (du solltest dich mit deiner Entscheidung beeilen; wir haben Mitte Oktober; oder willst du damit auf den Winter warten? - der innere Spötter).


(16.10.2026)


©Peter Alois Rumpf    Oktober 2026    peteraloisrumpf@gmail.com

4652 Stäubchen

 



0:33 a.m.  Ein wahrer Stäubchenreigen vor meinen Augen unter dem Lampenschirm. Alles, was ich dazu noch aufschreiben wollte, habe ich schon innerlich gestrichen. Es ist ja immer das Gleiche: Ich schlage die Bettdecke auf. Wenn ich mich umgekleidet habe, lege ich mich ins Bett, decke mich zu und wirble dabei sehr viel Staub auf. Reste davon tanzen immer noch vor meiner Nase herum. Es dauert sehr lange, bis sich das Ganze beruhigt hat. Und wenn ich mich dann zum Schlafen ausstrecken werde, die Pölster im Rücken weggeben und beim neuerlichen, besseren Zudecken die Bettdecke zurechtschütteln, werde ich wieder viel Staub aufwirbeln, aber das Schauspiel nicht sehen, weil ich das Licht abgedreht haben werde.


(16.10.2026)


©Peter Alois Rumpf    Oktober 2026    peteraloisrumpf@gmail.com