Donnerstag, 25. Juni 2026

4526 Wie ein Hirsch

 



11:28 a.m.  Aus Verlegenheit über die Schreibideenlosigkeit lege ich das graue Lesezeichenbändchen meines Notizbuches einmal nach links auf den roten Kaffeehaustisch, dann rechts, dann schleudere ich es von der Tischplatte hinunter, so dass es vom Büchlein neben den Tisch runterhängt und ich es nicht sehen kann, was mir aber auch nicht passt, darum lege ich es wieder in einem möglichst weiten Bogen vor die Oberkante des Notizbuches nach links auf die rote Tischplatte (glaubst du im Ernst, dass, wenn du auch nur irgendwas Beliebiges hinschreibst, deine „Schriftsteller“-Existenz oder überhaupt deine Existenz gerechtfertigt ist? - der innere Spötter. Und dieser Schmäh, einfach irgendeinen Ist-Zustand zu beschreiben, hat sich auch schon längst literarisch, wissenschaftlich, existentiell und überhaupt überlebt. Also ist tot). Neun Minuten sind vergangen, seit ich zum Griffel gelangt habe (dein Uhrzeitgeblödel geht noch lange nicht als Markenzeichen durch und auch nicht als literarischer Kunstgriff, nicht einmal als Tagebuchanspielung! - der innere Spötter). Die Spiegelung des gläsernen Kristallkugel-Lampenschirms im Fenster der Lokalfront sitzt genau auf dem supergeraden Platanenstamm und das ergibt ein schönes Bild, besonders weil die Lichtpunkte der gespiegelten Lampe dem Baumstamm so eine besondere, entrückte Note geben. Die Gläser in der obersten Reihe der Gläserstellage hinter der Bar werden von rötlichem Licht bestrahlt. Wenn ich mich jetzt frage, was ich tun soll, muß ich mich der Frage stellen, was ich noch mit meinem Leben anfangen will. Und das ist mir jetzt und bei dieser Hitze zu viel. Na gut, probiere ich hald (sic!) ohne Brille zu schreiben. Geht so leidlich. Was wird eigentlich mit meinem Wortschatz nach meinem Tod geschehen? Wird er verloren sein oder irgendwo in so einer Art Weltgeist abgespeichert, für den Fall, dass irgendetwas daraus einmal gebraucht werden könnte? Beim Austrinken meines gestreckten Gemüsefruchtsaftes ist mir ein kleiner Rest eines Eiswürfels in die Mundhöhle gekommen, wo er ziemlich schnell verschmilzt. Das allerletzte Schlückchen dann ist ganz sämig und schmeckt vor allem nach Karotte. Was völlig okay ist! Ich überlege gerade, ob ich das vom Karottensaftrest orange benetzte Glas am roten Tisch als schräge, nahe am Nervenden befindliche, aber deswegen interessante Farbkombination fotografieren und im Internet teilen soll. Ich mache es nicht. Jetzt überlege ich, ob ich doch noch einen Cappuccino bestellen soll. Das mach ich. So schnell kann das gehen! Auf die grüne Krone – unterer Bereich – der Platane draußen blicke ich nur kurz, weil in der Fensternische ein junges Paar sitzt, in deren Geturtel ich nicht hinein gaffen will. Nicht weil es abstoßend wäre! Das nicht. Eine Schulklasse wandert zuerst, dann rennt sie vorbei (Nachhut!). (Das junge Paar: er tippt jetzt Smartphone, sie liest ein Buch - jetzt kann ich also rausschauen.)

Der Barhocker - die Barhocker dort haben kleine Rückenlehnen und das ist wichtig – der Barhocker also gleich neben der Lichtengelnische ist so gedreht, das ein möglicher Sitzer zum Fenster hinausschauen würde. Es sitzt niemand darauf, der Hocker ist leer, und gerade das macht mir den Anblick … elegisch. Fast als würde dort tatsächlich eine unsichtbare Person sitzen, eine verlorene Seele vielleicht, die ihren Blick aus der Verstelltheit des Raumes auf einen Sehnsuchtspunkt in der Weite draußen gerichtet hat, den sie jedoch nicht erreichen kann. Und das, obwohl sie schon im abstrakten, meinetwegen geistigen Zustand ist und auf der Energie des Alls reisen könnte. Die Zuckerdose am Tisch in der Fensternische nebenan spiegelt sich im Fensterglas genau auf dem Hintern einer jungen Frau draußen, dann geht die ab und ohne den Hintergrund der schwarzen Hose ist die Zuckerdosenspiegelung nicht zu sehen. Das ist nicht Esoterik, das ist Physik!

Lacht mich die unsichtbare Person am Barhocker drüben aus? Nein, die ist jenseits von Gut und Böse (na und? Da kann sie ja trotzdem über deine Torheit lachen! - der innere Spötter). Ah! Jetzt kommt das!: dass ich mir wie ein grober, rustikaler Landtrottel vorkomme, so mit forciertem Dialekt, Umtata und ungehobeltem Benehmen. Bitte, wieso das jetzt? Weil ich was von einem weiblichen Hintern geschrieben habe? Obwohl ich den gar nicht hervorgehoben und begutachtet habe? Wahrscheinlich (die Strafe folgt der bösen Tat auf dem Fuß – der innere Spötter). Meine linke Hand ist schon wieder unbemerkt zur Faust geballt, diese Verkrampfung ist vermutlich nicht gut für den Herzmuskel. Ich werde bald zu meine Stadtwanderung aufbrechen. Ich werde ganz langsam gehen. Das nehme ich mir vor.

13:31.  Von langsam kann keine Rede sein! Flott wie ein Hirsch bin ich unterwegs!

(17:57.  Jetzt hat es 34° Celsius – der Tipper.)




(25.6.2026)




©Peter Alois Rumpf    Juni 2026    peteraloisrumpf@gmail.com

4525 Konzert

 



10:57 a.m.  Ich sitze schon länger im Espresso Burggasse, aber jetzt muß ich noch den Falter lesen.

11:51 a.m.  Mein Kopf raucht und schwurbelt vom Gelesenen; offensichtlich hält er nicht mehr viel aus. Dabei habe ich gestern in der Arena ein tolles, wunderbares Konzert von Aldous Harding erlebt, am Heimweg habe ich Leute in der wartenden Menge vor der roten Ampel angeplaudert und bin in unserem Haus wie in jüngeren Jahren die Stiegen in Zwei-Stufen-Sprüngen hinaufgelaufen, obwohl ich am Vormittag im Fitnessstudio war und sonst auch schon fast 15 152 Schritte absolviert hatte. So sehr hat mich das Konzert beflügelt. Apropos: mein Lichtengel hier hat immer noch ungleiche Flügel und das wird sich vermutlich nicht ändern, bis die eine Glühbirne kaputt gegangen sein wird. Aber das macht nichts. Aber auch dann ist es zwar ein wenig wahrscheinlicher, jedoch dennoch unsicher, ob eine Glühbirne mit exakt der selben Lichtstärke wie die andere eingeschraubt werden würde, aber – wie schon gesagt – eventuell wahrscheinlicher, weil die neue ja aus der gleichen Glühbirnenpackung genommen werden könnte wie die, aus der die jetzt stärkere genommen worden ist, oder? Aber – wie auch schon gesagt – es macht mir nichts aus, wenn die Lichtflügel ungleich leuchten (worüber könntest du sonst so „schön“ schreiben? - der innere Spötter), aber majestätischer wäre er, der Lichtengel, wenn beide Flügel die selbe, stärkere Lichtstärke hätten (So! Jetzt ist es aber genug - der innere Korrektor). Gut, ich lehne mich zurück, lege die Brille ab und lasse die Umgebung einfach auf mich einwirken (wenn er diesen Satz fertig geschrieben haben wird – der innere Spötter). Nein, vorher muß ich noch aufs Klo. Von Rhythmus und Bass her müßte das Lied jetzt aus den Boxen On Along The Watchtower sein, aber es ist zu laut im Moment, als dass ich den „Rest“ vom Song hören kann.

Nur einige Sekunden halte ich es aus, nur einfach dazusitzen, dann greife ich doch wieder zum Griffel, weil mich das alles hier so glücklich macht – auch noch das Konzert gestern. Ich würde das gern mit jemand face-to-face teilen, aber so geht es auch, mit stillem, aufgestautem Wohlwollen allem rundherum gegenüber.

Was so ein Baum im Blickfeld ausmacht! Die Platane da draußen ist ja auch wirklich herrlich (obwohl fraulich passender wäre, nicht wahr? - der innere Spötter). Was das Konzert gestern betrifft: sie spielten auch live so präzise und diszipliniert; das passt hier so gut. Keine Ausflipperei, und dennoch hatte ich den Eindruck, Frau Harding freue sich und taue richtig auf – wie gesagt, mein Eindruck; und ich war eher weit hinten (wie es auch zu deinem Leben passt – der innere Spötter) und habe ihr Gesicht und ihre Mimik nicht so deutlich sehen können – und der Funke ist wirklich übergesprungen. Auch die Stücke, die ich nicht kannte, waren mir gleich zugänglich und alles so toll gespielt und gesungen. Dieses Konzert gehört neben dem des Revolutionary Ensembles 1977 auf Schloss Moosham, denen des Art Ensembles of Chicago so um 1980 zu den besten Konzerten, die ich erlebt habe (wobei ich schon festhalten muß, dass ich nicht so viele Konzerte besucht habe; Geldmangel, Depression und Resignation begleiten mich doch schon fast mein ganzes Leben). Ich sage innerlich zur Platane, dass ich glücklich bin (und dass du zweieinhalb Cappuccini intus hast, auch? - der innere Spötter). Ich starre zum Lichtengel, sehe die Lichtstrahlen wie Sternspritzer abspringen und meine Augen füllen sich mit Tränen der Rührung (das sind die fragwürdigsten Momente! - der innere Korrektor). Laß mich!

Das Konzert des großartigen Revolutionary Ensembles (Leroy Jenkins, Jerome Cooper, Sirone = Norris Jones) damals wird für mein Empfinden immer das allertollste Konzert bleiben; ich glaubte tatsächlich, den Höhepunkt der Musikentwicklung miterlebt zu haben und dass es keine Weiterentwicklung mehr geben kann. Sozusagen das Ende der Musikgeschichte. Ich war völlig weg. Gott-oder-wem-oder-was-auch-immer-sei-Dank war dem nicht so, aber damals war ich völlig hingerissen. Und hingerissen war ich auch gestern beim Konzert von Aldous Harding.

Der Deckenventilator dreht sich schneller als die Erde sich um die eigene Achse dreht und wie schnell sich die Zeit und die Geschichte weiterdrehen, weiß ich auch nicht und muß ich auch nicht wissen. Heute ist mir das alles egal.


(24.6.2026)


©Peter Alois Rumpf   Juni 2026   peteraloisrumpf@gmail.com

Dienstag, 23. Juni 2026

4524 Nicht sicher

 



14:57.  Es ist sehr heiß. Aber ich kann ohne Brille schreiben. Das ist neu! Ist eine Wunderheilung passiert? So eine unauffällige, versteckte? (das wäre bei ihm mit seiner Realitätsunaufmerksamkeit nicht weiter verwunderlich – der innere Spötter). Aber jetzt beginnt schon wieder alles ein wenig zu verschwimmen. Auch interessant! Wie geht das? Was läuft da organisch (oder – huch! - anorganisch) ab? Der Deckenventilator hier im Leo dreht sich nicht. Aber der in der Oberlichte des Fensters arbeitet auf Hochtouren; also ich glaube, dieses Gerät heißt nicht Ventilator, aber wie es heißt, weiß ich nicht (vergessen oder nie gewußt? - der innere Spötter). Zum Lesen der Karte habe ich, ohne zu denken, die Brille aufgesetzt. Jetzt probiere ich, ob ich die Getränkekarte auch ohne Brille derlesen hätte. Ja, habe ich hinbekommen. Aber Ich bin nicht repräsentativ steht auf meinem T-Shirt (warum nicht Leiberl? - der innere Spötter). Heute sitzen alle draußen im „Verschlag“ und ich frage mich auch schon, ob es draußen in der leichten Brise nicht angenehmer ist als hier herinnen (mit Verschlag meint er leicht, aber freundschaftlich spöttelnd den Schani“garten“ auf der Straße, der mit schlichten Holzplatten eh recht schön abgegrenzt ist – der innere Spötter).

Schon wieder habe ich unbemerkt die Brille aufgesetzt. Ich werde heute Abend zum Aldous-Harding-Konzert rausfahren und erwarte, dass es an der Abendkasse noch Karten gibt. Aber jetzt schaue ich mir wieder einmal die ausgestellten Bilder an der Wand gegenüber an, dazu nehme ich jedoch absichtlich die Brille mit. Die Zeichnungen – so fast konventionell sie auch auf den ersten Blick erscheinen – gefallen mir, so klein, so unaufgeregt, bescheiden – wenn man das nur nicht falsch versteht! - also nicht angeberisch, ein wenig wie einfach und nebenbei hingeworfen – aber durchaus gekonnt und nicht nebenbei! Menschenleere Landschaftsminiaturen und kleine Menschenbilder – die separat. Keinesfalls naiv!

Eine eigenartige, betörende, fast in Trance setzende Geräuschkulisse entsteht durch die Mischung der nicht sehr lauten Boxenmusik und dem lauten, rhythmischen Surren der Lüftung in der Oberlichte oben. Schon wieder habe ich die Brille auf und kann mich nicht erinnern, wann und wieso ich sie aufgesetzt habe! (doch! Als du am Etikett der Biorhabarbersaftflasche das Kleingedruckte gelesen hast – der innere Korrektor). Bei der Boxenmusik treten Bass und Schlagzeug stärker hervor als üblich – was mir gefällt und den oben zu beschreiben versuchten Effekt fördert.

Ich kann sagen, dass ich mich inzwischen in vier Cafés – sagen wir: „bekannt gemacht“ habe. Jetzt fehlt nur noch der Wohlstand, dass ich täglich im einen oder anderen frühstücken, jausnen, mittagessen und zum Nachmittagskuchen einkehren kann. Eine kleine Mücke – oder was das ist – krabbelt auf meiner linken Hand herum, kitzelt ein wenig, die Farbe ist grün, Beine und Greifzangen – wenn ich das richtig sehe – gelblich. Aber bezüglich Letzterem bin ich mir trotz Brille nicht sicher.


(23.6.2026)


©Peter Alois Rumpf   Juni 2026   peteraloisrumpf@gmail.com

4523 Die Frage ist entschieden

 



7:54 a.m.  Wieder steigt ein Hitzetag aus dem Morgen. Bald werde ich die Fenster schließen. Ich bin noch nicht ganz ausgeschlafen. In meinem Zimmer hat es im Moment 27°C. Ich frage mich, ob ich bei der Hitze ein Fitnesstraining riskieren kann (immerhin wird meine Altersgruppe in den Medien vor Überanstrengung gewarnt). Und das Aldous-Harding-Konzert heute Abend? Komisch, mit diesen Fragen kommt der Stress auf. Dann denke ich über mein Leben nach. Das allein ist fast schon ein Witz. Oft, wenn Tauben rufen, muß ich an Sympathy For The Devil von den Rolling Stones denken (und umgekehrt). Die Taube jetzt legt ihr gru, gruhuu allerdings etwas anders an. Wenn ich – was mir viel lieber ist – ohne Gebiss im Maul frühstücken will, muß ich bald in die Küche hinunter gehen, bevor die Tageskinder und die Hospitantin kommen, obwohl ich noch nicht hungrig bin und überhaupt noch nicht bereit. Ansonsten muß ich nach dem Müsli wieder mein Gebiss reinigen. Eine Szene meines Lebens fällt mir ein, und die macht mich so aggressiv, dass ich zu zucken anfange. Gut, dann kann ich aufstehen und hinunter gehen. Fragt sich noch, ob ich jetzt schon die Fenster schließen und die Rollos herunterlassen soll. Ich rieche Zigarettenrauch. Ich weiß nicht, ob ich mir das einbilde, ob ich eine Geruchshalluzination habe oder ob wirklich jemand im Lichtschacht geraucht hat. Da mir davon übel wird, schließe ich die Fenster und kann auch gleich alles verdunkeln. Diese Frage ist also entschieden.


(23.6.2026)


©Peter Alois Rumpf   Juni 2026   peteraloisrumpf@gmail.com

Montag, 22. Juni 2026

4522 Fremdsprache




Im Hof unter einem großen Lindenbaum. Ein angenehmes Lüftchen weht durch die Hitze. Wobei es jetzt zuzieht; immer mehr Wolken breiten sich aus. (Ich darf nicht vergessen, auf die Uhrzeit zu achten; Psychotherapietermin.) Ich bin vom Gespräch auf der Nebenbank abgelenkt (verstehen kann ich vom Gespräch der beiden jungen Frauen nichts; diese Jugendsprache ist für mich wie eine Fremdsprache, sowohl was das Vokabular, als auch was die Aussprache betrifft). (Oh mein Gott! - habe ich jetzt verstanden.) Ich will nicht zuhören, aber ignorieren kann ich es auch nicht. Okay! Ich beende das Schreiben.

Am leergeräumten Antiquariat Klabund, dessen Räumlichkeiten schon zur Vermietung ausgeschrieben sind, vorbeizugehen, gibt mir einen Stich ins Herz. Auch wenn ich nur selten etwas gekauft habe, so habe ich doch bei jedem Vorbeiflanieren die Auslagen betrachtet, die Titel der Bücher gelesen, die Photos und Bilder angeschaut. Es sind schon Welten, die da untergehen und verschwinden, mitsamt dem Klabund und dem literarischen neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert.


(22.6.2026)


©Peter Alois Rumpf   Juni 2026   peteraloisrumpf@gmail.com

4521 Öst - Arg

 



12:27.  Heute also Österreich – Argentinien. Ich habe beim Aufwachen rasendes Herzklopfen bekommen, als mir das so aus dem Schlaf heraus eingefallen ist. Unglaublich, war ich da alles draufpicke – ich würde sagen, es geht darum, dass es in dieser Welt im Prinzip möglich sein soll, dass der Schwächere gegen den Stärkeren gewinnen kann oder wenigstens sich behaupten; wenn es mir selber schon nicht gelungen ist, sollte es wenigstens unser Nationalmannschaft gelingen. Da hängt doch tatsächlich meine Lebensgeschichte drin (respektive die, die du dir zusammengezimmert hast – der innere Spötter).

Ich hoffe, dass ich das ohne Herzinfarkt überstehe (meine Mutter hatte einmal, während sie im Fernsehen ein Fußballspiel angeschaut hat, einen Herzinfarkt; einen gefährlichen Hinterwandinfarkt; mit Hubschrauber wurde sie von Irdning nach Bruck an der Mur geflogen. Und als sie wieder aufgewacht ist, war ihre erste Frage an das Spitalspersonal, wie das Spiel ausgegangen ist. Ich muß immer noch darüber lachen). Die aktuelle Hitzeperiode ist auch nicht ohne und setzt mir zu. Ungern gebe ich das zu.

Was anderes: ich sitze im Kaffeeamt und sie spielen The Barrel von Aldous Harding, die morgen in der Arena auftritt. Ein Lied, das ich besonders mag und gleich frage ich mich, ob das ein Wink des Schicksals ist, denn ich habe den Ticketkauf vor mich her geschoben und schon aufgegeben, noch eine Karte zu bekommen. Ich weiß jedoch nicht, ob es noch Karten gibt und um welchen Preis. Ich glaube auch nicht, dass sich das budgetär ausgeht. Ich sollte zumindest nachschauen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.


(22.6.2026)


©Peter Alois Rumpf    Juni 2026    peteraloisrumpf@gmail.com

4520 Ein Tag am Wasser

 



0:22 a.m.  Ein Tag am Wasser war das gewesen. Aber schwimmen taugt mir nicht mehr richtig. Als hätte ich es verlernt; irgendwie unbeholfen, als stimmte etwas mit den Muskeln nicht. Dabei bin ich mein Lebtag gern geschwommen. Es war sogar die einzige Sportart, in der ich nicht ganz schlecht war (Schule). Jetzt brennen meine Augen vom vielen Sonnenlicht, das noch dazu von den glitzernden Wasserflächen rundum gleißend reflektiert wurde.


(22.6.2026)


©Peter Alois Rumpf   Juni 2026   peteraloisrumpf@gmail.com