Donnerstag, 30. April 2026

4445 Tunnelblick

 



11:02a.m. Juhu! Meine Maipension ist schon da! Ich sitze im Espresso Burggasse, trinke eine Mélange, aber bestelle noch kein Frühstück, um die Vorfreude noch länger auszukosten (damit es kein Mißverständnis gibt: er hat zu Hause schon das wunderbare Müsli gegessen, das seine liebe Frau jeden Morgen zubereitet – der innere Spötter). Natürlich liegt die REMbox schon auf dem Tisch (ich fürchte, da kommt er nicht mehr raus – er wird die bis an sein Lebensende umherschleppen – der innere Spötter) und langsam kommt der Wunsch auf, sie jemandem unaufgefordert zu zeigen. Aber so weit sind wir noch nicht (vielleicht in ein, zwei Wochen – der innere Spötter). Der Lichtengel ist immer noch einflügelig (sprich: die linke Glühbirne der zweilampigen Wandleuchte ist ausgefallen), aber ich könnte nochmals versuchen, der REMbox den Lichtengel zu zeigen, denn das erste Foto ist mißlungen.

Ein Wunder ist geschehen! Ein befreundetes Paar aus Vorarlberg ist schon die ganze Zeit im Lokal gesessen und ich habe sie nicht bemerkt; als ich sie dann gesehen habe, habe ich ihnen tatsächlich unaufgefordert die REMbox gezeigt, auch gleich meine Bilder darin und ununterbrochen und unstoppbar erklärend geredet. Mit meinem Tunnelblick war mir völlig wurscht, ob sie das sehen wollen oder nicht (Seht her! Seht her! Das habe ich gemacht!). Danke Universum! (Aus den Boxen Chichamusik; schon lange nicht mehr gehört.) Ich sitze völlig euphorisiert da und sage laut „Chicha!“ ins Lokal hinein (obwohl das jetzt einfach lateinamerikanische Musik ist; er wollte zeigen, dass er Chicha kennt, was schief gegangen ist, weil die Chichamusik schon vorbei war – der innere Spötter). Es hat eh niemand zugehört. Mein Geltungsbedürfnis ist tatsächlich unglaublich! (Kein Wunder eigentlich, aber das darf keine Ausrede sein – der innere Kontrollor.) Kein Mensch ist illegal, auch ich nicht! (merk dir das endlich! – der innere Spötter). (Obwohl: mir fiele dazu schon noch etwas ein, dass dir diese Aussage nur so um die Ohren haut! - der innere Korrektor.) Ich bin dem Weinen nahe; jedenfalls füllen sich meine Augen mit salzigem Wasser. Aus den Boxen nun dieser – wie heißen die nur?! … cuba club (nein! Buena Vista Social Club heißen sie – der Tipper) mit ihrem berühmten, wunderbaren Musikstück (Chan Chan – der Tipper). Ich möchte Kaffee trinken, bis ich im Kaffeerausch wahnsinnig werde (da bist du schon nahe dran – der innere Spötter), mich der Absurdität des Lebens (deines Lebens! - der innere Spötter) in die Arme werfen und lachen, lachen, lachen, mit weinenden Augen lachen! (So! Jetzt beruhig’ dich wieder, du mit mit deiner Revolution im Saale, oder besser: im Café – der innere Spötter.) Der Mann am Nebentisch hält sein Handy ans Ohr (der Schreiberling versucht sich wieder ein wenig zu erden – der innere Spötter).

Whow! Das bestellte Omelette ist viel größer als erwartet und schmeckt köstlich! Ich bin hier und jetzt richtig glücklich (und schon taucht ganz am Rande die Angst auf, dass die Götter neidisch werden – der innere Spötter). Noch hält die Balance. Wieder Tränen in den Augen (rausrinnen tun sie nicht – der innere Spötter).

13:02.  Ich lese im Falter im Artikel über den spanischen Bürgerkrieg (die linken Verbrechen habe ich schon in den späten Siebzigerjahren in Graz via Wolf Biermann „aufgearbeitet“) eine Passage aus einem Brief von Simone Weil an Georges Bernanos und es kommen wieder die Tränen in die Augen. (Das wundert mich nicht: es bestätigt meine Haltung damals in Graz, wegen der ich in „meiner“ Szene sehr schief angeschaut wurde und weswegen ich aus Graz geflüchtet bin.) Also wieder eine nachträgliche Rehabilitierung.

13:37.  Der Kaffeerausch ist abgeklungen, unauffällig, während ich in den Zeitungen gelesen habe. Der Kaffee (Mélange Nummer 3) ist kalt geworden und schmeckt nun bitter (das hat nichts mit der Qualität des hier servierten Kaffees zu tun, die ist ausgezeichnet, sondern mit meinem Kaffeekater und dem daraus entstandenen Kaffeeüberdruss und dem übermäßigen Kaffeegenuß, der meine Geschmacksnerven überfordert, so wie meinen psychischen sowie sinnlichen Apparat überaffiziert und überhitzt hat. Reggae artige Musik aus den Boxen, mit der ihr eigenen faden-faulen-lasziven Rhythmik, die so leicht einfährt und überhaupt nicht faul und fad ist, passt zu meiner Stimmung, auch wenn die alles andere als lasziv ist. Durch die offene Lokaltür zieht es frisch herein. Jetzt sind wir musikalisch wieder in Lateinamerika. Im vorderen Raum bin ich im Moment der einzige Gast. Dieser Rhythmus (der Musik) ist treibender, als der vorhin. Jedoch bleibe ich noch sitzen (Omelette und drei Cappuccini rechtfertigen meine Lokalhockerei). Außerdem ist der dritte noch nicht ausgetrunken. Jetzt ist endlich Zeit, in der REMbox meine Bilder anzuschauen. Das passt zur Wehmut, die inzwischen zu Besuch gekommen ist (und umgekehrt). (Mir geht es überhaupt nicht schlecht – Wehmut gehört zu mir und ich möchte sie nicht missen.) Der Schatten der Sessellehne an der hölzernen Barverkleidung wird durch draußen vorbeifahrende Autos scheinbar bewegt (dabei ändern sich dadurch nur kurz die Lichtverhältnisse).


(30.4.2026)


©Peter Alois Rumpf    April 2026    peteraloisrumpf@gmail.com

4444 Wie wahr!

 



9:04 a.m.  (Ich schreibe in feierlicher Goldschrift, obwohl ich keinen Anlass dafür erkennen kann.) Der Tag hat ganz normal begonnen (ich schreibe ohne Leselicht, und die Goldfarbe des Pilotstiftes bekommt im Halbdunkel etwas Schmutziges, mit grünlichem Stich, aber nur leicht schimmert das manchmal auf). Ich könnte zu Fuß zu meinem Lieblingslokal gehen, wäre das ein guter Ansatz? Dieses kindlich naive Herz-Jesu-Bild, das da am Kassettenregal angetackert ist - freilich eine Reproduktion – mit diesem weißen Schlitz, der den Lanzenstich am Kreuz darstellt, schaut mich heute an und zieht meine Aufmerksamkeit auf sich (im Original – ich glaube, achtzehntes Jahrhundert - wurde das Papier der Zeichnung wirklich durchstochen). Aber warum? Gibt es überhaupt ein warum? Bevor ich dieses lächerliche Fragespiel weiterspiele, wende ich meine Aufmerksamkeit lieber der Tagesplanung zu. Ich muß vorm Weggehen schauen, ob meine Maipension schon überwiesen ist, denn davon hängt es ab, ob ich mich streng auf einen Cappuccino einschränken muß, oder ich ob mir im Espresso Burggasse eine fröhliche Drei-Cappuccini-Session mit allem Pi-Pa-Po leisten kann (drei Stunden bei nur einem Cappuccino herumsitzen ist ein wenig erbärmlich). Ach, mir rinnt schon das Wasser im Mund zusammen! Ich habe nachgerechnet: es sollten sich auch ohne Maipension zwei Cappuccini ausgehen. Achja, den Kauf des Medikaments, dessen Rezept ich gestern bestellt habe, muß ich auch noch einrechnen! Und die Goldschrift ist beim Eintippen immer so schwer lesbar (wie wahr! - der Tipper). Die REMbox werde ich auf jeden Fall mitschleppen.


(30.4.2026)


©Peter Alois Rumpf    April 2026    peteraloisrumpf@gmail.com

4443 Drei Steine

 



0:07 a.m.  Drei Steine bilden eine Buddhafigur. Stolz sitzt er vor dem goldenen Weihrauchkessel (es ist das gleiche kindische Spiel mit der schlechten Weitsicht auf Grund der Lesebrille wie gestern). Mein Geist verwirrt sich. Was war das gerade, was ich da gedacht habe? Etwas wollte ich tun oder mir zu tun vormerken. Aber zu spät. Es geht nichts mehr.


(30.4.2026)


©Peter Alois Rumpf    April 2026    peteraloisrumpf@gmail.com

4442 Also nein

 



0:33 a.m.  Der gelesene Roman ist zu schnell zu Ende gegangen und war alt (1927) und absurd, eigenartig und doch faszinierend (Jurij Olescha, Neid), jetzt hocke ich da und will noch nicht schlafen und muß den Tag irgendwie ausklingen lassen. Weil ich die Lesebrille aufhabe, bleiben die Gegenstände im Zimmer verschwommen und erzeugen optische Täuschungen - sozusagen – die drei übereinander gelegten Steine schauen wirklich wie eine kleine Büste eines Meditierenden aus; verschiedene kleine Bilder gruppieren sich zu einem größeren Gegenstand, wenn nicht Kunstwerk; die Teelichter beziehungsweise ihre Aluminiumhüllen treten mit der ungenutzten Weihwasserflasche als glänzende Delegation auf; auch am Bücherregal gibt es je einen rot und einen silbrig glitzernden Flecken; fremdartige, aber deutliche Köpfe; das Hochzeitsphoto zeigt ein mühsam gesichtsloses Paar. Die Schreibtischlampe drüben scheint von einer dunklen, plastischen Substanz angefressen zu sein; der auferstandene Christus erscheint als Vogel. Ein kaum sichtbarer, feiner Goldregen geht auf das Zimmer nieder, eigentlich mehr wie ein Schneefall aus leicht schwebendem Goldstaub. Muß ich noch etwas schreiben? Der Satz, der die Welt erlöst, fällt mir nicht ein. Auch nicht der, dem das bloß bei mir gelingt. Also: nein.


(29.4.2026)


©Peter Alois Rumpf April   2026   peteraloisrumpf@gmail.com

Dienstag, 28. April 2026

4441 Satis est

 



12:07.  Heute habe ich der REMbox ganz offiziell mein Lieblingslokal gezeigt, zuerst von außen und dann von innen, auch den zurzeit leider wieder nur einflügeligen Lichtengel. Ich habe zum Kaffee (heute ist nur einer erlaubt!) natürlich auch wieder den Standard und die Kleine Zeitung gelesen und dabei die REMbox am Tisch liegen. Und in der Kleinen Zeitung lese ich im Ennstalteil bloß im regionalen Veranstaltungsanzeiger zweimal den Namen Admont, meinem Geburtsort, und schon schießen mir die Tränen in die Augen. Oida! Ich hätte gesagt, dass ich aktuell keine besonders starken Verbindungen an diesen Ort habe, schließlich werde ich zirka dreieinhalb Jahre alt gewesen sein, als wir nach Irdning übersiedelt sind. Allerdings gibt es ein paar intensive Erinnerungen aus dieser Zeit und sicherlich sehr massive vergessene Prägungen durch die belastende Gesamtsituation damals (zum Beispiel die Zeit der Unterernährung auf Grund eines Magenpförtnerkrampfes). Aber trotzdem wundere ich mich über meine mehr oder weniger verhaltene Weinerlichkeit, die jetzt angeschwommen kommt. Wenn ich ein wenig nachdenke, wundere ich mich weniger. Aber trotzdem: ist es Selbstmitleid, wenn ich denke „Schad’ um mich!“? Wahrscheinlich. (Die Frage ist ja nur, ob ich durch die Erfahrungen meines Lebens genug Bewußtsein entwickelt und geschaffen habe, dass ich beim Absterben und der damit verbundenen Rückgabe des Bewußtseins dem Universum wirklich geholfen habe, sich immer mehr seiner selbst bewußt zu werden.) Und da bringt Sentimentalität nichts.

Trotzdem schaue ich jetzt wieder die Photos meiner Bilder in der REMbox an, betrachte sie gründlich, vertiefe mich in die Details, erinnere mich teilweise und immer mehr an die Vorlagen und Auslöser für die einzelnen separaten Szenen, die ich gemalt habe, und an meine Gedanken, als ich die ausgewählt habe. Zigarettenrauch stinkt von draußen durch die offene Lokaltür herein. Schaue ich die Photos an, kommt schon eine unglaubliche Traurigkeit auf. Jetzt lasse ich dieses Thema. Es ist genug. Satis est.


(28.4.2026)


©Peter Alois Rumpf    April 2026    peteraloisrumpf@gmail.com

4440 Halbmagische Zeremonien mit der REMbox

 



23:16.  Heute habe ich halbmagische Zeremonien mit der REMbox durchgeführt und Photos gemacht (das Album Halbmagische Zeremonien mit der REMbox auf meiner Facebookseite). Zuerst habe ich die REMbox meinem Doppelgänger im Spiegel im Vorzimmer gezeigt. Dann bin ich mit ihr auf dem Schoß mit der U4 gefahren. Dann habe ich der REMbox den Karl-Marx-Hof gezeigt. Dann habe ich mit ihr neben mir auf den D-Wagen gewartet. Dann bin ich mit ihr im Rucksack die Hackhofergasse hinaufgegangen. Dann habe ich ihr fremde Mosaike gezeigt. Dann bin ich mit ihr im Rucksack steil den Nussberg hinaufgestiegen. Bei der kleinen Aussichtsplattform am Weg habe ich zuerst dem Osten die REMbox gezeigt, dann dem Süden, dann dem Westen, dann dem Norden. Dann sind wir weiter den Nussberg hinan gestapft und ich habe die REMbox zuerst vorsichtig und umsichtig in die Brennnesseln gelegt, dann an die schattige Hecke an der Böschung gelehnt. Dann habe ich der REMbox die Donau und den Bisamberg gezeigt, dann mehrmals die Stadt Wien und habe sie in einem Weinberg zwischen die Zeilen der Weinstöcke sanft hingelegt. Ich habe das vergessen: Vorher noch, gleich nach der Aussichtsplattform Richtung Osten, habe ich sie an einen Hydranten, der reich verpickerlt war und mit einen Babytragerl behängt, gelehnt. Jetzt stecke ich die REMbox an einen Betonpfeiler eines Weinbergtores. Dann habe ich ihr zuerst den Leopoldsberg und dann den Kahlenberg gezeigt. Dann bin ich zu einem Heurigenholzschild, habe sie dort angelehnt und fragte sie, ob sie Wein trinken mag. Nach weiteren Schritten bergan auf dem Weg zur Kuppe habe ich die REMbox auf ein Weinfass gelegt, dann auf einen Heurigentisch. Dann habe ich sie im Rucksack über die Kuppe getragen und bin ein paar Schritte abwärts und dann gerade hinüber weitergegangen und dann die lange, lange Stiege hinunter bis in den engen Graben, von dem ich nicht weiß, wie er heißt (Wildgrub – der Tipper). Dort unten habe ich der REMbox das kleine Bächlein gezeigt; dann den eigenartigen Garten mit den eigenartigen Skulpturen und eigenartigen Holzbauten. Dann habe ich sie in die Wiese gelegt und ihr die schöne, steile Leite gezeigt. Dann sind wir zum Heiligenstädter Friedhof gekommen, den ich ihr auch durch das Gitter gezeigt habe. Dann bin ich mit ihr zum Beethovengang, habe ihr den Bach, den Beethovenpark, die Beethovenrast, die Beethovenstatue und das Heroische gezeigt. Dann habe ich sie alleine auf einem Sitz Straßenbahn fahren lassen (leider neben einer diesen Gratis-Schund-und-Krawall-Zeitungen). Dann habe ich in der U-Bahnstation Heiligenstadt die REMbox dem Volk gezeigt, aber das hat nicht hergeschaut.

(Diese Zeremonien werden noch weitergehen, aber ob ich sie jedesmal beschreiben werde? Ich weiß nicht.)


(27.4.2026)


©Peter Alois Rumpf   April 2026   peteraloisrumpf@gmail.com

4439 Der Kran

 



13:58.  Der rot und weiß gestrichene Kran führt seinen ausladenden Arm durch das üppig sprießende Grün der dicht stehenden Gartenbäume und ist jetzt aus meinem Gesichtsfeld verschwunden, aber seinen Motor kann ich noch hören. Der Frühling ist wahnsinnig geworden, wieder so schnell so warm und läßt die Natur – oder wer oder was das ist – fast beängstigend wuchern. Jetzt rührt sich der Kran nicht mehr und der Wind hält ebenfalls still, für kurze Zeit bleibt sogar der Straßenlärm aus. Eine Waldtaube ruft und Wind und Straße setzen wieder ein und ersterer erzeugt ein Ehrfurcht gebietendes Rauschen in den Gärten. Bis der Kran wieder anfängt und der Autolärm gar nicht mehr aufhört. Motorräder sind auch dabei und Flugzeuge und Spatzengezwitscher – wenn es denn wirklich nur die Spatzen sind. Ich sitze im Schatten und die sonnenbeleuchteten Stellen sind von einem überirdischen Gelb-Grün vor dem tiefen blauen Himmel. Das Braun und Grau der Baumstämme und Äste wäre auch noch zu erwähnen. Die Gespräche in der Sonne locken mich an, und die Wärme dort.

In der Sonne ist alles ganz anders. Eine Krähe schreit unaufhörlich, der Autolärm ist näher und lauter, und die Gestätte über der Straße, dort wo die Flotowvilla gestanden ist und dann abgerissen wurde, sind die aufgewühlte Erde und die Schutthaufen vom Abriss schon längst mit dichtem Gras überwachsen, mit ein paar Tulpen dazwischen vermutlich vom früheren Garten der Villa übriggeblieben und wieder aufgegangen. Eine Biene summt aufgeregt vor meinem Brillenglas, aber nur kurz, dann haut sie wieder ab. Ich glaube nicht, dass das alte Haus neben dem Flotowhügel noch lange stehen gelassen wird; die Grundstücke hier sind wertvoll und teuer und sollen in der Logik des Kapitals finanziell verwertet werden und deswegen mit scheußlichen, einträglichen Neubauten bestückt.
Ich werde später durch den Wald gehen, aber jetzt bleibe ich noch in der Sonne sitzen. Das Durch-den-Wald-Gehen ist genau so fragwürdig wie nur was, von „echter Natur“ kann keine Rede sein. Aber gerade um diese Jahreszeit wird es sichtbar: ein paar Jahre ohne Menschen und die Sache schaut ganz anders aus. Ich wäre ja auch zu feige, in einer Wildnis mit Bären und Wölfen und ohne Wege und Stege herumzusteigen. Jetzt ist es nicht mehr eine einzelne Krähe, die ruft, und das Palaver wird immer lauter und intensiver.


(25.4.2026)


©Peter Alois Rumpf    April 2026    peteraloisrumpf@gmail.com