4387 Die Sonn’ im Nacken
10:19 a.m. Die Sonne im Nacken (wirft genau an die jeweilige Stellen, wo ich mit dem Pilotstift schreibe, einen Schatten auf das Papier). (Die Sonne wirft die Schatten? - der innere Spötter.)
10:51 a.m. (Ist diese Uhrzeitmanie nicht schon etwas peinlich? - der innere Spötter.) Naja, ich weiß nicht. Es ist schon auch eine Information, die das Verstehen fördern könnte. Zumindest die, ob es Morgen, Mittag, Abend oder Nacht ist. Nun habe ich ein wenig mit der Lokalchefin geplaudert. Über Krankheiten, wie es sich für einen alten Mann geziemet. In Linz müßte man sein. (Er will diesen Einschub nicht erklären; diesmal weiß er jedoch, warum er drauf gekommen ist – der innere Spötter.) Also gut: aus einem Lokalgespräch Linz aufgeschnappt. Mehr sage ich nicht. Ich kann mich schwer konzentrieren. Ein lautes Gespräch im fast leeren Lokal (alle sitzen draußen) kann sehr ablenkend sein. Oder zu etwas hinführen, was man anschauen sollte. Alkoholismus z.B., Parkinson z.B., Demenz z.B.. Freitag der Dreizehnte ist heute. Das ändert nichts daran, dass mir deutlich wird, wie sehr ich weg vom Fenster bin. Vom Leben. Das Leben spielt sich weit weg von mir ab. Okay. So ist es. (Oder falle ich auf etwas herein? Ich bin so leicht zu beeindrucken.) Bestimmung oder nicht. Okay. Okay, okay, okay (die eigentliche Frage wäre: ist das Leben weit weg von ihm, oder er vom Leben? Beziehungsweise: läßt er das Leben, das ihn umgibt, nicht an sich heran? - der innere Spötter.) Ich trinke aus und werde heimgehen (dort wo auch Leben zu Hause ist).
(13.3.2026)
©Peter Alois Rumpf März 2026 peteraloisrumpf@gmail.com

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