Donnerstag, 22. Januar 2026

4338 Die schönste Zeit ist im Bett

 



10:30 a. m.  Die schönste Zeit ist im Bett in meinem Zimmer (er hat doch wirklich, wie ich jetzt beim Abtippen des handgeschriebenen Textes sehe, statt Die am Satzanfang Ich geschrieben! Sein Eigendünkel wird immer absurder und ärger – der Tipper). Die schönste Zeit ist im Bett in meinem Zimmer. Ich mag gar nicht aufstehen, so schön ist das. Ich bin wach, döse höchstens ein wenig, Frühstück und Blutdruckmessen habe ich schon hinter mir. Ich mag aber nicht raus in die Welt, nichteinmal aus meinem Zimmer. Von draußen fallen mir nur Niederlagen, Peinlichkeiten und Fehlhandlungen ein. Wozu also raus? Irgendwas wummert so schön aus der Ferne (oder doch näher und von den Mauern gedämpft) … ich weiß nicht … ich bin mit dem Erholen noch nicht fertig. Ich muß mich so viel erholen und die Ansprüche der Welt stören mich immer wieder dabei (zum Beispiel ist seit gestern das depperte Blutdruckmessen dazugekommen). Es geht ja auch darum, dass sich Seele und Geist erholen können (wie heißt der Song von Morrissey vom Tag im Bett verbringen? (spent the day in bed – der Tipper)).

Mein Bett befindet sich zwar nicht hinter dem Ofen und in meinem Zimmer kann es – gefühlt! - kalt sein, aber dennoch lockt mich die Welt nicht hinter dem Ofen hervor (Jemelja müßte man sein, der mit dem Ofen samt Bett herumfahren kann! Auf des Hechtes Geheiß, russisch). Es ist so schön, jetzt, wie es ist, unter der warmen Decke. Ich höre schon die Idioten schreien: „Auf! Raus aus der Komfortzone!“ Aber diese Trotteln haben keine Ahnung! Ich habe das ganze Leben gekämpft, immer im Überlebensmodus, immer im Alarm, jeder Schritt ein Kampf gegen die Angst, immer die Niederlagen, immer die Demütigungen und Beschämungen! Es geht nicht um Komfort, es geht um Erholung, Ausheilen und Durchatmen. Ihr mit eurer dummen, verlogenen Selbstverständlichkeit, haltet endlich eure Goschen! Ich wünsche, dass euch eure Dummheit beim Sterben so richtig niederdrischt! (Es wird nicht die Dummheit sein, sondern das, was dahinter versteckt wurde – der innere Korrektor). (Langsam kommt er in Fahrt! Vielleicht steht er doch bald auf! - der innere Spötter.) „Raus aus der Komfortzone!“ - Wenn ich das schon höre, könnte ich Amok laufen. Seid froh, ihr minderbemittelten Affen, dass ich in der „Komfortzone“ bleibe! Diese „Komfortzone“ ist doch nur ein unsicheres Asyl für mich vor eurem Hass, eurer Dummheit und Grausamkeit! (Und für euch vor seinem Amoklauf – der innere Korrektor).

[Der … (Zensur! Ich lasse jetzt keine Selbstbeschimpfung zu – der innere Korrektor) ist dann sogar noch ins Fitnessstudio gegangen! - der innere Spötter.]


(21.1.2026)


©Peter Alois Rumpf Jänner 2026 peteraloisrumpf@gmail.com

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