Dienstag, 20. Januar 2026

4335 Gutes Timing

 



23:00 exakt.  Gutes Timing! (was das Abrufen der Uhrzeit betrifft! Man erlebt ja sonst nicht viel – der innere Spötter). (Die linke große Zehe ist so berührungsempfindlich, selbst wenn bloß die weiche Bettdecke nur leicht aufliegt, tut sie weh.) So früh habe ich mich schon seit Jahrhunderten nicht mehr ins Bett gelegt (dabei habe ich schon einige Zeit im Bett gelesen). Überraschend früher Rückzug (übrigens: der Geschirrspüler ist noch nicht repariert). Ich freue mich auf morgen (beeinflußt die gerade absolvierte Lektüre meine Schreiberei?) (Das weiß ich erst, wenn der innere Spötter auftritt.) und auf das geplante Frühstücken im Lieblingscafé. Die Schatten im Zimmer wechseln für kurze Zeit in einen wunderschönen Blaustich. Ich habe fast den Eindruck, ich könne das mit den Augen herbeiwinken, aber immer funktioniert es doch nicht. Vielleicht kann lediglich ich nicht gut mit dieser Technik umgehen. Jetzt geht gar nichts mehr; die Schatten bleiben schwarz-grau. Dafür sinken – jetzt soeben – die Regale an der Wand gegenüber zu Boden, ohne zu verschwinden oder auch nur ihre Position zu verändern; als wäre es eine durchsichtige Folie oder Schicht davor, die in den Boden fließt. Jetzt scheinen sich die beiden Phänomene vermischt zu haben, aber bleiben ganz schwach, sodass ich mir nicht sicher bin. Ich schaue auf die Uhr, die auch meinen Herzschlag misst und anzeigt und empfinde ein bißchen Ehrfurcht (Wortbildungsstörung: ich habe Erfurt hingeschrieben) vor all den chemisch-physikalischen Abläufen, die unseren Körper ausmachen. (Ich hoffe, diese Abläufe machen ihn noch nicht so schnell aus! - der innere Spötter.) (Wenn man aus Ehrfurcht das Erfurt herausnimmt, bleibt nur hch über – klingt wie Todesröcheln – der innere Spötter.)


(19.1.2026)


©Peter Alois Rumpf Jänner 2026 peteraloisrumpf@gmail.com

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