4329 Verdammt kalt
2:11 a.m. Es ist verdammt kalt im Zimmer (die Heizung ist – wie programmiert – seit 15 Uhr aus). Ich reagiere durchaus mit Unbehagen und Angst auf die Kälte. Die acht Jahre meines Lebens, wo ich mir im Winter nur ein Mal oder zwei Mal die Woche das Einheizen leisten konnte, stecken mir offensichtlich noch in den Knochen, obwohl das schon gut drei Jahrzehnte her ist. Meistens hatte es damals im Winter 12 Grad Celsius in meiner kaum isolierten Erdgeschosswohnung, an Eistagen ging es runter auf 8°C. Ich muß mir jetzt im Kopf regelrecht klarmachen und vorsagen, dass diese Zeiten vorbei und 18°C in der Nacht völlig normal sind. Warum lege ich mich nicht einfach ganz flach hin, ziehe die Decke bis zum Hals und versuche zu schlafen? So hocke ich da, fast reglos und warte auf … auf was? Auf bessere Zeiten? Die kommen nicht. Was ist los, Freundchen? Willst du irgendjemandem etwas beweisen? Das ist doch absurd! Komm, schlüpf’ unter die Deck’. Morgen früh, wenn Gott will, wirst du wieder … wach! [Ja, das ist hald (sic!) so: ich werde nicht geweckt, sondern wache auf (wenn ich denn aufwachen werde!), auch wenn ich dabei den Text des Liedes abändern muß. Von Rhythmus und Sprachmelodie gefällt mir die Originalversion auch besser als meine miserable Variante, aber es entspricht der Wahrheit. Der Wahrheit!] (Es stimmt nicht. Glaubt nicht ungeprüft seinen Inszenierungen! Manchmal wecken ihn die meist lauten und fröhlichen, manchmal schreienden oder weinenden Stimmen der Tageskinder, wenn sie das Stiegenhaus heraufstapfen und in die untere Wohnung einkehren – der innere Spötter.)
(14.1.2026)
©Peter Alois Rumpf Jänner 2026 peteraloisrumpf@gmail.com

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