4293 Heruntergefahren
1:39 a.m. Nachdem ich den Laptop heruntergefahren, das Zimmerfenster geöffnet, die Abendarbeit im Bad erledigt, das Zimmerfenster wieder geschlossen, das (ich würde ja lieber die schreiben) Rollo heruntergelassen, mich entkleidet, den Pyjama angelegt, mich ins Bett begeben und noch – hier im Zimmer ganz unüblich – eine Zeitung gelesen habe (wen’s interessiert: die Furche), hocke ich mit angezogenen Knien daselbst und huste, huste und huste. Das geht schon zwei Wochen so, das Husten nämlich. Ich bin schon ein bißchen müde, habe aber Angst, mich zum Schlafen flach hinzulegen, weil dann die Hustenanfälle noch häufiger und stärker werden. Beim Lesen der Zeitungsartikel habe ich bemerkt, dass ich immer ungeduldiger werde; reißt mich ein Artikel nicht mit, fange ich mit Überspringen von Zeilen an oder blättere weiter. Besonders bei Artikeln über „Religion“ oder sogenannten religiösen Artikeln fällt mir das auf, da bin ich besonders empfindlich. Das ist ein Thema, das mich eigentlich brennend interessiert, aber die Texte, die man so zu lesen bekommt, sprechen mich überhaupt nicht an und kommen mir reichlich geistlos vor (geistlos! Nicht unbedingt ohne Esprit). Ich bin jedesmal enttäuscht. Was aber auch heißt, dass ich mir jedesmal gegen alle Erfahrung wieder Hoffnungen gemacht habe, wie ich nachträglich feststellen muß.
Meine Augen narren mich schon vor Übermüdung, überhaupt ist dieser (fade! - ich als Leser würde den nicht zu Ende lesen) Text nur meiner Unruhe und der Angst vorm Husten geschuldet. Und dem Versuch, nach dem Wiederfinden den Schreibfaden nicht sogleich wieder zu verlieren.
(1.12.2025)
©Peter Alois Rumpf Dezember 2025 peteraloisrumpf@gmail.com

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