Freitag, 25. Juli 2025

4136 Vergeblich

 



11:15 a.m.  Ich muß nichts schreiben. Ich kann auch einfach auf dem alten Tempelberg sitzen und aufnehmen, was immer es da gibt und abstrahlt. Inneres Schweigen und Abstellen des Gedankenflußes wäre hilfreich. Stattdessen surfe ich via Smartphone im Internet. Kann mich schon an kaum etwas erinnern, was ich da gelesen habe. Heute ist es bewölkt, nicht unangenehm. Tröpfelt es jetzt? Die steirische Fahne beim Museum hängt fast reglos. Noch sehe ich keine Tropfen auf dem Papier. Ich vermeine doch eine stille Intensität zu verspüren (wenn es denn nicht Einbildung ist – der innere Spötter). Eine ganz leichte Brise. Der steirische Panther spuckt sein Feuer und wird dabei durchwellt (die Fahne ist sowohl an einer ihrer Längsseiten, als auch oben an der Schmalseite fixiert). Spatzen zucken mit ihren Schwänzen – abgesehen davon, dass sie auch fliegen und hüpfen und aufmerksam die Gegend absuchen. Was ist mit der Stille? Der Blick in die Landschaft ist betörend. Ganz fern kräht ein Hahn (wenn ich richtig gezählt habe, nur zweimal). Und wieder im Internet. Nocheinmal versuche ich, in die innere Stille zu kommen. Dafür lege ich jetzt Notizbuch und Schreibzeug weg. Dann gehe ich herum und versuche, mir die Landschaft mit ihren Silhouetten einzuprägen. Vergeblich.


(24.7.2025)


Peter Alois Rumpf Juli 2025 peteraloisrumpf@gmail.com

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