Dienstag, 22. Juli 2025

4133 Fragwürdige Idylle

 



11:36 a.m.  Bei der Steinernen Wehr. Hergegangen bin ich den längeren Weg die obere Sulm entlang. Dieser Weg ist in seinem ersten Drittel so schön! Rechts der steile, bewaldete Berghang, links die Sulm mit ihren Schotterbänken und Sanduferstellen, den Steinen und den hineingestürzten Ästen und Bäumen, den kleinen Geländestufen im Fluß, die alle das Fließen des braunen Wassers so abwechslungsreich und dennoch elegisch machen. Schade ist nur, dass dieser Weg im Laufe der Jahre zu einer Radrennstrecke zu verkommen droht. Es gibt auch keine Sitzbänke mehr und dauernd muß man als Fußgänger aufpassen, nicht niedergefahren zu werden. Sobald die „Natur“, die Umgebung nur mehr als Sportgerät gebraucht wird, ist es mit der Ruhe vorbei. Natürlich ist die „Idylle“, der ich nachweine, fragwürdig und war es – begleitet vom Verkehrslärm vom anderen Ufer – ich will ja auch, dass alle Waren rechtzeitig angeliefert werden – immer schon. Was soll ich also sagen?


15:18. Diese wunderbare nachmittägliche Trägheit des Sommers im Schwimmbad! Das Wasser blinkt grün und dann dunkelgrün in seinen ständigen Wellen, wenn nicht das momentan wolkengefilterte Sonnenlicht so auf die Wasseroberfläche auftrifft, dass die Stelle kurz in weißlichem Licht aufleuchtet, bevor sie den Glanz an ein Nachbarwellchen abgeben muß. Das Geplauder der Badegäste gehört auch dazu, wie auch das Rufen und fröhliche Schreien der Kinder. Ein warmer Wind kommt auf, nicht zu heiß, nicht zu kalt, prickelt angenehm auf der sonnenbrandnahen Haut. Das Bewußtsein kippt weg. Das Gepritschel an der Brause. Nicht wenige Menschen schlafen oder dösen zumindest auf ihren Liegen und Decken.


(21.7.2025)


Peter Alois Rumpf Juli 2025 peteraloisrumpf@gmail.com

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