2869 Ach jetzt
7:49 a.m. Die Kälte des Morgens spüre ich bis in meine
Kaumuskulatur. Das Surren ist so schrill und in der Stille laut. Das graue
Licht, das schafft es nicht, mein' Augen-Blick ein wenig in die Höh' zu locken.
Endlich schaue ich aus meiner geduckten Bettposition herunten kurz in die
Plafondkante rauf. Sofort fallen mir die Äuglein zu und wollen es auch. In
Gedanken bearbeite ich meinen Text, dann fällt mir ein, ich sollte zum Lesen
die Augen öffnen, und wirklich: der Gedankentext war schon die entstellte,
unleserliche Variante des geschriebenen. Ich nenne sie Tapferkeit und
Beharrlichkeit, die mich weiter kritzeln lassen, schließlich will ich mich doch
auch ein wenig herausputzen. Ach jetzt! Jetzt ist es genug – ich lege mich
wieder flach.
(1.9.2022)
©Peter
Alois Rumpf September 2022 peteraloisrumpf@gmail.com
0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Abonnieren Kommentare zum Post [Atom]
<< Startseite