4564 Keine Eibe
14:36. Alle pritscheln sie. Ich bleibe drinnen, draußen im Garten ist mir zu heiß. Wolken ziehen schon auf. Es ist jedoch ziemlich windstill. Die Zypressen ragen konzentriert gen Himmel. Durch die offene Glastür schaue ich direkt in einen Busch. Ein weißer Schmetterling quert die stille Szenerie. Ich höre die fröhlichen Stimmen sozusagen um die Ecke. Das Gras unterm Busch links schaut fast wie kleiner Bambus aus. Der Busch dürfte eine Eibe sein; ich bin aber zu faul, um hinauszugehen und meine Vermutung zu überprüfen. Außerdem werde ich jetzt sowieso unsicher; ich weiß ja gar nicht, wie eine Eibe (ohne Früchte) ausschaut. Ich google das auch nicht: ich will nicht, dass meine Enns auf 30°C erwärmt wird. Draußen leben viele Insekten. Träge lehnt sich mein Oberkörper nach links und ich weiß mit dieser Haltung nichts anzufangen. Der Teppich wölbt sich an seinem Rand auf, weil er nicht unter den Klavierfuß gekommen ist. Es ist heute ungewöhnlich still hier, der Autoverkehr fast eingeschlafen (oder kommt es mir nur so vor?).
34°C. Ich kommuniziere mit denen draußen im Garten über WhatsApp (von wegen Enns! - der innere Spötter). Die Wolken werden dichter. Wenigstens ein Gewitter wäre nicht schlecht (wenn schon kein Landregen). Eine Fliege kommt mich kurz besuchen; nein, es ist eine Wespe. Höre ich es schon donnern? Nein, es ist ein Flugzeug. Die Wespe fliegt wieder bei der Tür hinaus. In der Küche arbeitet der Geschirrspüler. Ich schlafe beinahe ein. Eine Brise läßt ein paar Zweige der Eibe winken, dann ist es wieder ruhig.
Der Busch ist keine Eibe - die steht ein paar Meter weiter - wie ich draußen festgestellt habe; was er ist, weiß ich nicht. Es schaut nach Gewitter aus.
(1.8.2026)
©Peter Alois Rumpf August 2026 peteraloisrumpf@gmail.com

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