4194 Zwischenstadium
12:23. Im Weltcafe auf der Terrasse (sprich: terrạß). Im Fitnesstudio (wenn sich wer wundert, warum ich nie drei Konsonanten hintereinander schreibe: ich verweigere diese Verschlimmbesserung durch die Rechtschreibreform. Vorher haben sie uns für intelligent genug gehalten, dass wir bei Schwimmeister schon wissen, dass das aus Schwimm und meister zusammengesetzt ist, und wir uns einfach einen Konsonanten sparen können, weil es eh klar ist und wir uns deswegen nicht verwirren lassen. Noch schlimmer, als uns für so dumm zu halten, wäre, wenn sie das aus rein „logischen Gründen“ geändert haben. Dann sind das wahrhaft arme Geister!) war ich schon. Ich spüre meine Muskeln. Der Cappuccino ist schon lau, weil ich so lange Zeitung gelesen habe [das habe ich nicht erwartet, dass sie hier keinen Standard haben, aber Krone und Kurier! Die Krone rühre ich nicht an (naja, am Wochenende liest er die Senger, schaut sich die Karikatur an und manchmal macht er auch das Kreuzworträtsel. Ganz, ganz selten, wenn etwas Wichtiges war, den Sport - der innere Spötter). Und im Kurier, den ich normalerweise auch nicht mehr lese – das war früher anders – ist der Pammesberger freilich ein Hit)]. Langsam nähert sich die Stunde der Therapie (Psycho-), darum bin ich schon in einer Art Zwischenstadium: wie immer vor Terminen werde ich nervös und kann mich immer weniger auf das Hier und Jetzt einlassen. Übrigens wird rundherum Bundesdeutsch gesprochen. Das Copy-Studio auf der anderen Straßenseite fällt mir wieder auf. Viel geht jetzt bei mir nicht mehr. (Kalender, Bindungen, Dissertationen, Diplomarbeiten steht dort.) Am Himmel zieht eine schöne, hauptsächlich weiße Wolke daher (ihr wißt schon, Wolken können innen dichter und damit grauer sein, die äußeren Zonen jedoch dünner und weißer).
(8.9.2025)
Peter Alois Rumpf September 2025 peteraloisrumpf@gmail.com

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