Donnerstag, 9. Juli 2026

4540 Miles smiles

 



10:09 a.m.  Die Beatles meiner Zeit aus den Boxen. Zögerlich kommt die Sonne heraus. Der Lichtengel ist finster. Ich bin nicht wirklich entspannt, obwohl mich heute früh keine Angstattacke überfallen hat, sondern lediglich ein paar kleine Ängstlein besucht. Zufällig sehe ich, dass seit dem Start meiner Schreiberei fünf Minuten vergangen sind (ich verbiete ihm, hinzuschreiben, dass es inzwischen sieben Minuten sind – der innere Korrektor). Lassen wir das. Ich muß aufs Klo. Wieder zurück klicke ich den Kugelschreiber vom Schreibbereitschaftsstatus zurück in den Standby, aber diesmal funktioniert der Trick nicht. William the Conqueror und Miles smiles (Insiderwitz Espresso Burggasse) (soooo lustig sind Namensscherze auch wieder nicht! - der innere Spötter).

Ich bin schon aufgeregt, wenn nicht hysterisch wegen der Urlaubsreise (Entfernung: 224km). Helter Skelter (überhaupt Beatlestag hier). Das Bild dazu im Beatles-Songbook damals: die nackte Rutsche. Jetzt die Doors. Ich esse ein Schnittlauchbrot und gleich lebe ich auf und es geht mir besser. Was ich auch wieder einmal feststellen mußte: wenn mich jemand anspricht, bin ich sofort alarmiert und reagiere übertrieben vorsichtig. Es war trotzdem ein nettes Gespräch. Eine Reserviertheit bleibt. Jetzt T-Rex aus den Boxen; das ist schon nach meiner Zeit; gehört nicht in mein Repertoire. Aber jetzt! The Cream! I feel free. Und die Rolling Stones (wenn der Handke die japanische Hitparade von was-weiß-ich-wann als literarischen Text abschreiben darf, darf ich auch die Nummern aus den Boxen hier aufzählen; Ich schreib eh nicht alle auf und füge dazwischen Ich-Textstücke ein!) (Immerhin heißt der Handke auch Peter, gell?! – der innere Spötter).


11:56 a.m.  Heute sind so schöne Wolken am Himmel; ich sehe das am Heimweg beim Museumsquartier, wenn ich außen die Nordseite passiere (genau: 32°NO – der Korrektor).


12:18.  Auch vom riesigen Karlsplatz aus ist ein herrlicher Himmel mit wunderschönen Wolken zu sehen, die es an Dramatik mit jedem Theaterstück aufnehmen (vielleicht sind es die selben Kräfte, die da walten). Die Toilettenanlage hier schaut wie eine Tankstelle aus. Es ist Sommer, richtig Sommer (24°C). Ich atme ein, ich atme aus. Der Wind ist stark und droht mir die Kappe vom Kopf zu blasen. Die Polizei fährt vorbei. Majestätisch, wie der Wind die Zweige und Äste der Bäume im Park biegt. Ein wunderbarer Tanz auf mittlerer Höhe. Die verdächtigen Wassertropfen auf meiner Hose sollten nun getrocknet sein. Ich kann von der Bank aufstehen und weitergehen.


(9.7.1026)


©Peter Alois Rumpf    Juli 2026    peteraloisrumpf@gmail.com

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