4537 Kröpflweg und Kröpfelsteig
14:03. Weil im Leo eine kleine Zeichnung einer kleinen Ausstellung an der Wand mich – nicht nur – vom Sujet her an den „Köpflweg“ in der Albertina erinnert (obwohl sie doch anders ist) und mir der Name der Malerin nicht und nicht einfällt, habe ich den zu googeln versucht, was mir nicht gelungen ist. Ich bekomme da lauter Schmarrn angeliefert und das ärgert mich. Auch der zweite Versuch ist fehlgeschlagen. Selbst auf der Albertinasuche nix. Von Mon...zky; jedenfalls ein polnischer Name tät ich sagen. Der Vorname war vorhin schon da und ist jetzt wieder weg. Montessietzky? Stimmt nicht ganz. Ich muß aufpassen, dass mir nicht ständig der Vorname der Werefkin, deren Bilder ich auch liebe, dazwischenrutscht. Ich versuche ein dritte Suchen mit der Arbeiter, auch ein Bild der Montessietzky (Schreibung stimmt nicht), aber ich finde auch nichts.
Ich lasse das und drehe mich mehr zum Fenster hin. Soviel gibt der Blick auch nicht her: ich blicke in zwei aufgeschlagene Laptops zweier draußen sitzender Lokalgäste und registriere achtlos ein paar für mich momentan uninteressante Passanten. Ich weiß schon: ich müßte nur genauer hinschauen, dann würde jeder, jede interessant, aber momentan mag ich mich nicht anstrengen. Ich will wissen, wie die Künstlerin heißt, deren Bild mir beim Betrachten dieser Zeichnung hier eingefallen ist. (Also: in der Albertina: Marie Luise von Motesiczky, Kröpfelsteig, Hinterbrühl, 1927. Und dann: Marianne von Werefkin. Im Leo: Frau Parmis Taraqki, deren Zeichnungen mir gefallen – der Tipper, der immer recherchieren muß.)
Jetzt betrachte ich doch interessiert eine Szene beim Fahrradgeschäft gegenüber, aber zum Aufschreiben und Schildern reicht es nicht. Jetzt spielt sich auch herinnen eine Szene ab, aber wie oben. Die Universumsmechanik und die Lebensdynamik und was-weiß-ich-wer-noch erzeugen doch immer wieder „Szenen“, darauf kann man sich verlassen. Ein kleines Mädchen mit seinem Vater kommt herein; so ein ernsthaftes Gesicht! Mir treibt es die Tränen in die Augen (nicht schon wieder! - der innere Spötter); der junge Vater strahlt nur so voller Liebe zu seinem Kind; da sollte alles gut gehen!?! Die Reparaturszene vorm Fahrradgeschäft ist auch noch nicht zu Ende. Die Musik passt auch: traurig-schönes E-Gitarren-Gejammer auf solidem Bass und unnachgiebigen Rhythmen.
(7.7.2026)
©Peter Alois Rumpf Juli 2026 peteraloisrumpf@gmail.com

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