4481 Flach hinlegen
23:45. Ich habe Angst vor der befürchteten Angst am Morgen. Die morgendliche Angst hat in letzter Zeit wieder zugenommen. Kann sein, dass das mit den derzeitigen REM-Aktivitäten (REMbox-Präsentation übermorgen) zu tun hat, kann sein mit meiner Verdauung (50 Jahre meines Nachruhms für eine bessere Verdauung – wer war das? Voltaire?) (er übertreibt wieder – seine Verdauung ist gar nicht schlecht – der innere Spötter) (und sein Nachruhm gar nicht so lang – der noch innerere Spötter), kann sein einfach mit dem üblichen Auf und Ab im Universum. Meine Nerven halten jedoch – so scheint es - so etwas Aufregendes wie den geplanten Auftritt bei der REMbox-Präsentation nicht mehr aus; behaupten sie jedenfalls. Ich glaube nicht, dass das stimmt, aber sie verbreiten diese Panik. Ich bereite mich jetzt darauf vor, wie ich die Angst morgen früh aushalten kann. Ich lege mir verschiedene Strategien zu recht und vor allem Sätze. Ich bereite Sätze vor, die mir helfen, die Proportionen im Angstanfall wieder zurechtzurücken, und versuche, sie mir einzuprägen, damit sie mir morgen früh zur Verfügung stehen.
Ansonsten hocke ich jetzt ängstlich im Bett und schaffe es nicht, mich flach hinzulegen. Also warte ich noch, bis die Müdigkeit mich überwältigt. Exakt Mitternacht (wenn nicht Sommerzeit wäre – der innere Spötter). Dass ich schon am Abend vor dem Morgen Angst habe, ist neu. Eigentlich bin ich immer gern schlafen gegangen. Mir fallen jetzt nachträglich aber schon ein paar Taktiken zur Vermeidung des Hinlegens auf, die ich immer wieder von mir unbemerkt angewandt haben könnte.
(25.5.2026)
©Peter Alois Rumpf Mai 2026 peteraloisrumpf@gmail.com

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