Montag, 5. Januar 2026

4316 Lange und viel

 



0:53 a.m.  Ich bin lange und viel am Laptop gesessen, habe herumgesurft, einiges zu den politischen Entwicklungen gelesen (und geteilt), Krimis geschaut, ein paar Kabarettsketches, Majong-Festung und Solitaire gespielt – und dabei Musik gehört (Aldous-Harding-CD Party über Kopfhörer; dieses Album ist so wunderbare Musik!), dann das Ganze heruntergefahren und zugeklappt, bin ins Bad, nachdem ich zum Lüften mein Zimmerfenster geöffnet, und beim Zurückkommen das Fenster wieder geschlossen habe, hocke ich nun im Bett, warm unter der Decke, und fahre meinen inneren Denk- und Schreibapparat hoch. Da kann es immer vorkommen, dass – nachdem ich mich den ganzen Tag über famos abgelenkt hatte – mein depressives Grundwasser mit hochsteigt, vor allem, wenn ich ins Grübeln gerate und das passiert mir sehr leicht. Über mein Leben nachzudenken wird für mich gefährlich. Allerdings will ich mein Leben, und wie es so gekommen ist, verstehen. Deshalb werde ich immer wieder darüber nachdenken und meistens werfen mich meine täglichen Lebenserfahrungen soundso darauf zurück. Heute jedoch scheine ich über den Berg gekommen zu sein, indem ich so lange am Laptop wach geblieben und mich abgelenkt habe, bis ich zum Grübeln zu müde geworden bin. Und wenn es sich dann beim Einschlafen bereits mit Traumsequenzen vermischt, ist es wieder etwas Anderes.


(5.1.2026)


©Peter Alois Rumpf Jänner 2026 peteraloisrumpf@gmail.com

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