Donnerstag, 7. August 2025

4158 Aufsetzen

 



8:18 a.m.  Die Holzmöwe und der Holzrabe pendeln. Die eine, weil ich beim Aufsetzen im Bett und beim Aufsetzen der Brille immer an ihre Schnur ankomme, der andere, weil ich vorhin das Rollo hochgezogen habe. Sonst bewegt sich nicht viel im Zimmer: meine Schreibhand und ein wenig mein Kopf und was eines hald (sic!) so mehr oder weniger unwillkürlich an Bewegungen macht. Soll ich Herz, Brustkorb und Peristaltik auch dazu nehmen? Ich glaube, das ist nicht nötig. Die Angst war heute auch wieder da. Ich schreib es nur her, weil es so war. Kurz der Eindruck, als würde in mir etwas zusammenbrechen, das Selbstbild oder Ähnliches, aber wahrscheinlich ist das nur sich selbst spiegelndes Theater. Während ich darüber nachdenke, ob ich einen Break machen und hinunter frühstücken gehen soll (und welches grammatikalische Geschlecht Break im Deutschen hat) bleibt mein Blick – ohne bewußte Entscheidung und ohne dass ich es gleich merke – wieder einmal beim Bild der frankophonen Schweizerin hängen. Ich schiebe die Lesebrille auf die Stirn, um das Bild besser zu sehen, und wie fast immer entsteht der Eindruck einer lebenden Gestalt. Ich lasse diese Wahrnehmungsspiele jetzt und gehe wirklich hinunter frühstücken.


(7.8.2025)


Peter Alois Rumpf August 2025 peteraloisrumpf@gmail.com

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