Dienstag, 5. August 2025

4152 Es taugt

 



8:45 a.m.  Ich nehme dankbar den Farbenreichtum meines halbverdunkelten Zimmers auf. Meine Seele freut sich. Und auch die gegenständliche Dichte empfinde ich als Reichtum. So habe ich in meinem Leben doch irgendwie eine Welt geschaffen. Beim Aufwachen hatte ich noch gedacht, dass mein Zimmer pubertär oder kindisch ist, aber als ich die Augen richtig aufgeschlagen und mich im Bett aufgesetzt hatte, hat es mich beglückt. Ach Rettenschoess! Heute kommt mir der blaue Berg wie ein blauer Scheißhaufen vor und ich muß über mein Bild lachen. Mein Blick rutscht rüber auf Mali Lošinj gleich links daneben (die zwei Bilder hängen an der Stelle an der Wand, wo mein Blick bei leichter Linksneigung meines auf der mit Pölstern bedeckten Kante der Rücklehne des Bettes aufliegenden Kopfes ganz natürlich hinfällt, wenn ich die Augen gehoben habe) und ich weide meine Augen darin (nicht nur seine Augen! Auch sein Ego, denn freilich taugt es ihm, wenn ihm sein selbst gemaltes Bild gefällt und er sich einreden kann, es sei etwas Besonderes – andere Bewunderer hat er ja nicht mehr, der Arme! - der innere Spötter). So! Genug der zirkularschlüssigen Betrachtungen! Aufstehen! Frühstück!


(5.8.2025)


Peter Alois Rumpf August 2025 peteraloisrumpf@gmail.com

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