4150 Oberkörper
10:48 a.m. Wieder im Café der Jugend am Werk. Heute ist mehr los. Sogar ein Kunstwerk wurde verkauft. Zigarettenrauch stört mich; vermutlich vom Platz vorm Haus (Tür und zwei Fenster sind offen). Ich habe heute schon brav das Bad geputzt und das ist meine Belohnung. Das klingelnde Telefon (endlich gibt er das ph auf! - der innere Spötter) klingt wie eine spezielle musikalische Intervention eines musikalischen Weltenlenkers zur laufenden Musik. In Pension zu sein, ohne ordentliches Arbeitsleben (im gesellschaftlichen Sinn) vollbracht zu haben, tut schon etwas weh (und nicht wegen der niederen Pension - was jedoch auch lästig ist). Ich öffne die gut luftdicht verpackte Mandel mit Kakaohülle, die hier zum Kaffee gereicht wird, stecke sie in den Mund und zerbeiße sie. Den Standard habe ich mitgebracht und schon durchgelesen (schlampig natürlich – der innere Spötter). Die Musik ist fasenweise (du Trottel! Phase schreibt man mit Ph! - der innere Korrektor) (Reingefallen! - der Autor) recht schön. (Autor schreibt er! Du traust dich was! - der innere Spötter.) Jetzt schaue ich durchs Fenster auf den kleinen Platz und die zwei, drei kreuzenden Gassen hinaus. Ab und zu geht jemand – genaugenommen sein oder ihr Oberkörper – an den Fenstern vorbei. Oder fährt mit dem Rad. Autos kann ich ignorieren: erstens fahren gar nicht so viele, und zweitens sehe ich bei den Personenkraftwagen nur deren Dächer vorbeigleiten. Das wird mir etwas fad, darum schaue ich aufs Handy. Das bringt auch nichts. Vor den Fenstern überholt ein alter, männlicher Oberkörper einen jungen, weiblichen.
(4.8.2025)
Peter Alois Rumpf August 2025 peteraloisrumpf@gmail.com

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