Dienstag, 12. Mai 2026

4461 Undicht

 



0:14 a.m.  Das Gefühl, als würde eine Uhr in meiner Mundhöhle ticken und ich die Unruh spüren, wie sie im Mund hin und her springt. Naja, es wird wohl das Pochen des Herzschlags sein, den ich da wahrnehme. Ein eigenartiger Tag ist das heute (11.5.) gewesen. Nichts besonderes ist geschehen, nur so ein Schleier von Fremd- und Eigenartigkeit. Und jetzt bin ich – unverständlich – erschöpft. Ich gähne lang und in stoßartigen Wellen, und dann nochmals in einem lange sich dahinziehenden, einzigen Zug. Genug! Schlafen.


8:04 a.m. Eine Träne rinnt aus dem Auge vorsichtig am Rande der Wange hinab, links, eine – wie mir scheint – allergische Reaktion, die zusammen mit Niesen gerne am Morgen auftritt. Es regnet, und mein Zimmerfenster ist tatsächlich undicht, wenn ein starker Wind das Wasser gegen die Scheiben klescht. Aber jetzt regnet es wieder moderat und brav von oben nach unten und somit besteht im Moment für meine Kemenate keine Gefahr.

Bis jetzt ist dieser Morgen ganz angenehm, gefrühstückt habe ich schon; auch sonst. Der Tag liegt leer vor mir, was er alles schon vorbereitet hat, weiß ich natürlich nicht (also dürfte die Leere in mir liegen). Schauen wir, was wir mit der Leere jetzt anfangen können; alle Varianten gelten, selbst einschlafen. Das will ich nämlich klar gesagt haben, von vornherein gibt hier kein richtig und falsch (hast du das auch wirklich verstanden? - der innere Spötter).


(12.5.2026)


©Peter Alois Rumpf    Mai 2026    peteraloisrumpf@gmail.com

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