Samstag, 14. Februar 2026

4364 Fieber

 



22:02.  Ich bin in einem unsichtbaren Fieber, das mich beinahe delirieren läßt. Dumpf lehne ich da, und dumpf und schwerfällig, wie in Zeitlupe bin ich heute meine paar Wege gegangen. Mein Husten versucht etwas loszuwerden, aber wird es nicht los. Um es klar und deutlich zu sagen: ich habe kein Fieber, aber ich fühle mich so und empfinde meine Augen als glasig. Zwischendurch scheint für eine Weile alles normal zu sein, aber dann entgleitet mir etwas und und das dunkle Meer schlägt über mir zusammen. Ich bin dann nicht verzweifelt, nein das nicht. Zumindest würde ich es nicht so nennen, aber eine starke Trauer spüre ich ganz körperlich, sie hüllt mich ein, läßt mich innen stumm werden und abdriften. Eine Trauer, die ich für völlig angemessen und gerechtfertigt halte. Nichts ist gegen sie zu sagen. Sie ist voll und ganz berechtigt. Übrigens heißt das Stumm-werden nicht, dass ich dabei nicht reden könnte. Doch! Unbefangen kann ich dann plaudern, aber bin ich richtig dabei? Oder ich rege mich auf, glaube mir selbst fast die Empörung, aber wirklich? Regt mich das wirklich auf? Nur wenn ich dann jemanden verletze und in meinem vordergründigen Eifer mein verletzendes Verhalten zunächst nicht wahrnehmen will, kann es mich durch meine Dumpfheit hindurch dann doch erwischen. Aber nur kurz. Dann senkt sich wieder der Schleier dieses „Fiebers“ über mich. Oder was das ist.


(14.2.2026)


©Peter Alois Rumpf Februar 2026 peteraloisrumpf@gmail.com

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