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23:42. Vor Mitternacht. Es ist vor Mitternacht (so redet es in ihm! - der innere Spötter). Meine Finger sind kalt. Höre ich Schritte? Oder knackst die Stiege nur so? Die innere Stimme sagt nichts mehr; oder geht sie im Lärm der Stille unter? (Reiß dich ein wenig zusammen und konzentrier dich! - der innere Spötter.) Ich lege mir die linke Hand mit ihren kalten Fingern an die Stirn. Die Finger der rechten Hand sind warm. Ich huste ein wenig. Geht das wieder los? Letzte Nacht konnte ich deswegen kaum schlafen und mußte im Bett aufrecht hocken bleiben, um den Hustenreiz zu dämpfen. Die Stäubchen tanzen immer noch im Lichtkegel der Leselampe. Ein wenig Mißmut. Ein wenig Überdruß. Ein wenig Unruhe. Fast ärgerlich und zwanghaft bewege ich meine Zehen und drehe die Füße hin und her. Ich mißtraue den Medikamenten immer mehr. Meine Augen jucken ein wenig. So fürchte ich mich vor der Nacht. Ich könnte weiterlesen.
(10.2.2026)
©Peter Alois Rumpf Februar 2026 peteraloisrumpf@gmail.com

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