4361 Nachgerade
23:56. Es tropft aufs Fensterblech, also muß es regnen oder geregnet haben; sehen kann ich nichts, denn ich habe das Rollo schon längst heruntergezogen. Ich habe heute geruht, kaum etwas getan, Wohnung und Haus nicht verlassen. Schon wieder ist mir etwas zu kalt. Der Blutdruck ist immer noch zu hoch und husten muß ich auch. Ich glaube fest daran, dass das diesmal keine acht Wochen dauern wird. Es tropft nur mehr selten, die Abstände sich sehr groß, also regnet es nicht mehr. Ich blicke auf meine Notizen und erschrecke für einen Moment über die Leere darin. Daran kann auch die verschiedenfarbige Schrift nichts ändern. Das unverdeckte Weiß des Papiers blendet mich nachgerade (nachgerade – was soll diese komische Wortkombination denn heißen und wo kommt sie her? - der innere Spötter). Manchmal bin ich froh, dass du auftauchst, Spötter! Aber jetzt will ich schlafen.
(11.2.2026)
©Peter Alois Rumpf Februar 2026 peteraloisrumpf@gmail.com

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