Montag, 7. Juli 2025

4115 Sommernachmittag

 



13:49.  Vor mir die schöne, hohe Birke und um meine Waden ein leichter Windhauch. Ein weißer Schmetterling kommt in den kleinen Garten herein, schaut sich um und flattert wieder über den Zaun davon. Dann kommt er wieder auf dem selben Weg über die Hecke und dreht nach ein paar Hinundhers wieder ab. Die Rosenblüten wirken schon ein wenig trocken. Die Birke schwankt mit all ihrem Efeu elegant im Wind, der auch ihre Blätter zum Vibrieren bringt. Der Nussbaum im Hintergrund wirkt ebenfalls trocken, die riesige Föhre links ist unbeeindruckt und beschattet die Eibe an ihrem Fuß. Der Himmel ist blau, nur ein kleines, leichtes Wölkchen segelt über ihr auf die Birke zu, bis sie dahinter verschwindet. Hinter dem Gartentürl steht ein Himbeerstrauch. Eine Nebelkrähe umfliegt die vielen Bäume hier, als würde sie nicht wissen, wohin sie kann, will oder muß. Die Grillen zirpen laut und kommen fast gegen den Verkehrslärm an. Ja, es gibt sogar ein Waldesrauschen aus den Gärten rundherum. Die große Zypresse hat eine offene, braune Flanke. Im Nachbargarten tauchen zwei Frauen auf und pflücken Himbeeren. Der Wind mischt immer wieder das Ambiente hier auf, ohne die Ruhe wirklich zu stören. Im Gegenteil, er bringt Linderung.

Ich aber schaue herum als wäre ich selbst unsichtbar, fast ein schwebender körperloser Geist. Fast.


(5.7.2025)


Peter Alois Rumpf Juli 2025 peteraloisrumpf@gmail.com

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