4399 Mit gezücktem Stift
9:15 a.m. Ich hocke da und – da ich kein konkretes Thema habe – habe ich mir gedacht, ich lasse einfach so die Gedanken vorbeiziehen und dann schauen wir, ob etwas dabei ist. Von einem Red-Hot-Chili-Peppers-Song (I could have lied) zu (m)einer illegalen Wohnung vor Jahrzehnten und dann zum Monsignore P.S.. Weiter zu … mir ist davon schwindlig geworden. Aber das Ganze dreht sich weiter in Spiralen und obwohl ich es mir vorgenommen habe, bekomme ich nichts so recht zu fassen. Ich denke an die Zeit, als ich mit meinem Lebensgefühl oben war und was ich da alles angerichtet habe. Ich seufze und schon dreht sich wieder alles weiter. Jetzt geht es mehr um die heutige Tagesgestaltung (was ich wo in den Rucksack gebe und ähnliches). Nun bin ich bei meinem Surren in den Ohren und vertiefe mich hörend in die heute recht komplexen und für einen monotonen Geräuschestrom abwechslungsreichen Abläufe. Jetzt ist meine Aufmerksamkeit mehr bei den Geräuschen des Hauses. Eine Tür schlägt zu, Kinder johlen im Stiegenhaus, nochmals eine Tür, in der Ferne entdecke ich etwas, was ich als Rauschen der Stadt bezeichnen würde, vermutlich hauptsächlich entfernter Autoverkehr, aber irgendein ein wenig näheres Gerät mit Motor müßte auch dabei sein. Wenn mich nicht alles täuscht. Wie sich das hier anhören würde, wenn für eine Stunde wirklich alle Räder still stünden? Ich könnte noch ein wenig dösen. Ich döse mit gezücktem Pilotstift. Mein Kopf kippt zur Seite.
(25.3.2026)
©Peter Alois Rumpf März 2026 peteraloisrumpf@gmail.com

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