4261 Das verdammte Wort
8:28 a.m. Jetzt ist es richtig Herbst. Die Schlechtwetterfront hat in der Nacht den Bäumen viel Laub heruntergerissen und ist weitergezogen. Aber es geht noch starker Wind. 9:17 a.m. So lange hocke ich schon da und will etwas aufschreiben, aber mein Geist bringt keine Formulierung zustande, sondern saust umher und gleitet an allem ab. Weibliches Gekicher aus einer Nachbarwohnung; auch mit dem kann ich nichts rechtes anfangen. Höchstens, dass sich bei mir ein wenig Neid heranschleicht (ob der besseren Stimmung dort, meint er - der innere Spötter). Und ein schönes, stilles, ungestörtes Frühstück? Kann dich das locken? Die Küche habe ich gestern noch aufgeräumt und geputzt. Oder? Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, ob ich es nur geplant und mir bloß durchaus bildlich vorgestellt habe oder ausgeführt. Darum habe ich eine vage Erinnerung: es fragt sich nämlich, ob ich mich an das Aufräumen erinnere oder an die bildlich Vorstellung.
Ich bin jetzt ans Atelierfenster gegangen: es scheint die Sonne und der starke Wind jagt die Wolkenreste über den blauen Himmel und rüttelt und beugt die Bäume im Hof, und das ist so schön! Ein erhabenes Drama, von hoher … (- das verdammte Wort will mir nicht einfallen! Es war bis vor kurzem noch ein Modewort in den Firmen-PRs … mein Hirn ist wie vernagelt! Ich muß das Wort auslassen. Ich weiß aber genau, was ich meine!) und Majestät. Und immer wieder dieses betörende gelbe Licht auf den Blättern, den Stämmen, den Häusern und Dächern, das manchmal verschwindet und wiederkommt.
Nein, die Küche hatte ich gestern nicht ordentlich aufgeräumt, es ist noch vieles herumgestanden. Gleich ist ein Wutanfall über mich gekommen (aber nur kurz, er wußte ja auch nicht wohin und hat sich gleich selbst beschuldigt - der innere Spötter). Aber die Vorbereitungen für ein gutes Frühstück sind schon weit gediehen. Der Tee ist schon aufgegossen.
Nur das weiche Ei will mir in letzter Zeit nicht mehr gelingen, dabei konnte ich das früher ohne Uhr, nur indem ich auf meinen Instinkt vertraute und den inneren Impulsen folgte.
Gut, lenken wir uns mit Internet ab.
(24.102025)
Gut, lenken wir uns mit Internet ab.
(24.102025)
Jetzt weiß ich es. Das Wort, das
ich suchte, war Exzellenz.
Beim Einschlafen gestern – ich hatte schon das Licht abgedreht,
Abendgebet und Atemübungen absolviert und war schon am Einschlafen -
da ist es mir plötzlich eingefallen. Der Satz lautet also: Ein
erhabenes Drama von hoher Exzellenz und Majestät.
Danke für die Geduld.
Peter Alois Rumpf Oktober 2025 peteraloisrumpf@gmail.com
(25.10.2025)
Peter Alois Rumpf Oktober 2025 peteraloisrumpf@gmail.com

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