Montag, 29. September 2025

4223 Der pinke Pilotstift

 



15:19.  (Im Aida zumindest mit pinkem Pilotstift schreiben!) Die Aula der Wissenschaften rollt der Kunst den roten Teppich aus; sagt sie; gegenüber. Diese Ecke da Wollzeile/Riemergasse scheint mir so ein energetischer Hotspot von Wien zu sein – wenn ich das mit meinen nicht einmal spärlichen geomantischen Fähigkeiten zu behaupten wagen darf (scheiß di net ã! Is eh nur Literatur – der innere Spötter). Mir kommt immer vor, hier spielt sich Entscheidendes ab (der Kaffee ist mir heute zu bitter, so sehr, dass ich seit Jahrzehnten zum ersten Mal wieder ein Viertel Kaffeelöffel Zucker reingegeben habe). (Besser! Aber das mache ich nie wieder! Damit fange ich nicht wieder an!) (Aber immerhin ist an diesem Hotspot eines deiner Jahrzehnte anhaltenden, lebenshorizontalen, ernährungsrelevanten und ideologischen Grenzzäune zusammengebrochen – der innere Spötter.) Es herrscht reger Verkehr auf der Gassn. Viele energetische, ideologische und sonstige Konglomerate und Sinnhorizonte streifen hier aneinander vorbei, überschneiden sich möglicherweise, möglicherweise wirken sie auch – meist unbemerkt – aufeinander ein und verändern sich dabei und ihr Umfeld. Menschen küssen sich, grüßen sich, ignorieren einander, gehen in unerklärlichen Bögen um einander herum, stehen herum; Tauben durchfliegen die Szenerie und setzen sich auf Mauervorsprünge. Was Menschen betrifft, muß man noch das Starren auf Handys erwähnen. Manche warten offensichtlich. (Ich wurde bei meiner Beobachterei durchs Fenster ertappt. Von einer Frau natürlich.)

27A. Eine Hausnummer; auch eine magische Zahl? (kann man aber nicht im Lotto spielen! - der innere Spötter). Wenn man das A als verrutsche 4 liest? (Nur zu! - der innere Spötter). 3A Stubentor steht vorne am Bus. In diesem technoiden Design der punktgenerierten, elektrischen Busanzeige schaut das A eher wie eine unten aufgesprengte 8 aus (weil oben rundlich). Aber was heißt das auf Lotterisch? Hätt’ ich besser die Tauben zählen sollen? 27.September bis 5.Oktober ist sehr kurz für eine Ausstellung (Aulala). Dieser Fensterplatz im Café ist einfach großartig! Wie für mich geschaffen. Danke Universum, Götter, Geister, Wesen, Elfen, Genii loci und wer oder was auch immer aus der sichtbaren und der unsichtbaren Welt. Ich wußte ja immer schon: der Herbst ist meine beste Zeit; auch für mich Geist- und Stadtwanderer (dabei sitzt er meistens nur herum – der innere Spötter). Ich würd' sagen: wir gehen. Ich zögere noch; vielleicht passiert hier noch etwas Wichtiges; das will ich nicht verpassen. Mein Knie schmerzt wieder stärker.


(29.9.2025)


Peter Alois Rumpf September 2025 peteraloisrumpf@gmail.com

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