Dienstag, 21. April 2026

4431 FrühstückerInnen

 



8:22 a.m.  War heute schon im Pyjama recht aktiv: die Tagesration Kräutertee gebraut, gefrühstückt, Geschirrspüler ausgeräumt, eingeräumt, in Betrieb gesetzt, vorher noch am Fenster gewunken, wegen der Kälte und von meiner Frau empfohlen in eine Decke eingehüllt (war trotzdem kalt). Jetzt habe ich mich wieder ins Bett gehockt, um mich aufzuwärmen und den Tag im Geiste zu ordnen (von ordnen kann keine Rede sein – er denkt, phantasiert, und assoziiert einfach so chaotisch herum; man kann es nicht einmal sortieren nennen – der innere Spötter).

Ich lausche dem Surren in den Ohren, um meine Gedanken zu beruhigen, aber dann fällt mir ein, dass ich gestern im Internet gelesen habe, dass solches Surren ein Symptom für einen bevorstehenden Schlaganfall sein kann. Und dann fällt mir ein, dass ich auch gestern im Internet gelesen habe, dass lange Zeit im Internet zu verbringen, eine Auswirkung und Folge von Depression und Angststörung sein kann und helfen soll, von den ständigen negativen Gedanken und Selbstanklagen abzulenken.

Irgendwie ist es mir heute nicht gelungen, die Pölster im Rücken richtig zu schlichten, denn es tut mir schon der Nacken weh. Ich rücke und zupfe herum; vielleicht passt es jetzt. Nach welchen bewußten uund unbewußten Prinzipien hatte ich mein Leben angelegt? Gibt es überhaupt Prinzipien? Der Verkehrsüberwachungshubschrauber jetzt wird mir auch nicht helfen, dahinter zu kommen. Naja, ich hab eh keine Kraft mehr, mich deswegen richtig anzustrengen. (Und jetzt? Jetzt hockt er mit verschränkten Armen da und hat die Augen geschlossen und ist ganz zufrieden und frönt der Illusion, irgendwas im Griff zu haben – der innere Spötter.) [ich hätte es mit h geschrieben.]

Wende im Wendenland am Bett der Sav’ (ursprünglich ist der deutsche Name der Sava: Sau, wie Drava: Drau) (irgendsoein Halbschlafsatz).

Wenn ich die Lesebrille auf habe, bewegt sich der Schatten dort am Bild im Bücherregal; nehme ich die Brille ab (ab, nicht runter ist ein kleines Geschenk an meine bundesdeutschen LeserInnen), verharrt er bewegungslos. So, jetzt fühlt er sich ertappt, der Schatten, und rührt sich auch bei aufgesetzter Brille nicht. Wie wäre es mit einem Ausflug in mein Lieblingscafé Espresso Burggasse? Die erste Welle der FrühstückerInnen sollte schon vorbei sein bis ich hinkomme.


(21.4.2026)


©Peter Alois Rumpf   April 2026    peteraloisrumpf@gmail.com

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