4429 Vor der Therapie
12:26. Ich sitze im Weltcafe, aber an der anderen Wand als üblich und das Bild gegenüber gefällt mit tendenziell besser als die auf meiner Seite, auf die ich ansonsten starre (obwohl von dem/der selben MalerIn). Der Kaffee ist schon da, der Toast kommt bald, nehme ich an. Ein Typ gegenüber mit sehr beeindruckendem markanten, männlichem Gesicht irritiert mich; fast frißt mich der Neid. Der Toast ist noch nicht da (Mittagszeit! Viel Betrieb). Läßt die Wirkung der Droge REMbox schon nach? Wieder das alte Drecksgefühl über mich? Ich will das noch nicht glauben. Soll ich einfach die REMbox auf Seite 255 aufschlagen und meine Bilder anschauen (zum Wiederhochladen des Hochgefühls)? Und wenn die Dosis dann zu schwach ist, werde ich enttäuscht sein? [RëMTE. Ein toller Text von Karin Peschka in der REMbox! - nebenbei lese ich auch darin.] (Geht dir das RemRemRem nicht schon langsam auf die Nerven? - der innere Spötter.) (cold turkey? - der noch innerere Spötter.) Nein.
Die vollgestopften Bücherkästen unerreichbar hoch an der Wand gegenüber, direkt unter den Entlüftungsrohren, altes Holzzeugs, viele Bücher, deren Titel ich aus der Entfernung nicht entziffern kann. An fremden Leben mitnaschen (ich verfolge die Chats auf xxx). Die drei Bücherkästen: mit je zwei Stützen unter ihren Bodenplatten, und je eine Lampe ist an der oberen Stirnleiste montiert, die die Bücher beleuchtet (nicht gleichmäßig; das geht sich bei diesem Lichtkegel nicht aus). Oben drauf, unter den Entlüftungsrohren fast eingequetscht, je zwei Blumenstöcke (wenn die echt sind: wer gießt die und wie?).
Ratlos, ob ich noch einen Kaffee bestellen soll, ratlos, weil schon in der Monatsmitte sich deutlich zu Ende neigende Geldmittel. Was mache ich morgen, wenn ich heute schon fast alles ausgegeben haben werde? (Wer weiß, lebst du morgen noch! - der innere Spötter.) Noch 42 Minuten bis zur Psychotherapie. Soll ich in den Höfen des Alten AKH herumgehen? Mit dem schweren Rucksack? (Selber schuld, was schleppst du auch den REM-Ziegel mit dir herum – der innere Spötter). 41 Minuten.
(20.4.2026)
©Peter Alois Rumpf April 2026 peteraloisrumpf@gmail.com

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