4066 Boah!
13:32. Nein, nein, zwar bin ich die Memorial-Wand (Shoah Namensmauer Gedenkstätte) im Kreis abgeschritten – dass ich dort manchmal hingehe, mag schon mit der ererbten Schuld zu tun haben – aber davon ist nun mein verzerrtes Gesicht eher nicht gezeichnet, sondern vom Schmerz im linken Knie und dem Steinchen im rechten Schuh. Von letzterem habe ich mich auf einer Parkbank außen im Parkbankkreis befreit.
17:37. Aus dem straßenseitigen Fenster sehe ich im Himmelausschnittsspitz zwischen zwei Dachschrägen eine leuchtende weiße Wolkenwand, und vor ihr eine zweite, weiße, leuchtende Wolkenanhäufung, bauschig, sich dramatisch aufbauend schiebt sie sich vor die flachere Wolkenbank hinter ihr und darüber der strahlend blaue Himmel, der jedoch gerade von dünnen grauen Wolken überzogen wird, die sich flott ausbreiten. Noch scheint die Sonne auf die Hausfassaden, aber der Wind rüttelt schon an den Bäumen.
Auf der Hofseite ist die graue Bewölkung links schon ganz dicht, nur rechts ist noch ein Stück blauer Himmel frei, während der Wind die wirklich groß gewordenen Hofbäume nur so hin und her biegt, die sich aber immer noch würdig bewegen. Man hat den Eindruck, die Baumkronen drehen sich im Tanz. Zwischendurch flaut der Wind ab. Aber auf der Straßenseite hat sich inzwischen eine neue Wolkenbank von unten vor die bis dahin erste geschoben und hat diese degradiert. Die neue ist grau und genauso dramatisch, aber eigenartigerweise scheint sie stellenweise ein Leuchten in sich zu haben, sodass nur ihre Ränder dunkel bleiben – übrigens in einem schönen, bläulichen Grau. Das gesamte Wolkenkonglomerat - kompakt, schön – beeindruckt mich sehr und ich verfolge ihre langsamen Veränderungen.
Boah! Und jetzt ist der Himmel wieder ganz anders und zeigt wieder viel mehr blaue Flächen. Ich war höchstens 10 Minuten weg.
(Heute 10341 Schritte)
(26.5.2025)
Peter Alois Rumpf Mai 2025 peteraloisrumpf@gmail.com

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