Freitag, 2. Oktober 2026

4630 Keine Gewichte erhöht

 



16:00.  Das Fitnessieren heute war besonders anstrengend, aber nicht weil ich irgendwelche Gewichte erhöht habe; im Gegenteil: die üblichen Gewichter, die mir in letzter Zeit schon fast zu leicht vorgekommen sind, waren mir heute sehr schwer. Warum weiß ich nicht. Anders gesagt: Mir tut alles weh (es ist nicht das erste Mal, dass ich dich bitte, von so blöden Wortspielen wie fitnessieren abzulassen. So schaffst du keine seriöse Literatur! - der innere Korrektor) (Bäääh! - ich).

Wie gestern versprochen sitze ich heute im Kaffeeamt und schaue dem Licht der Nachmittagssonne zu. Und – sozusagen im zweiten Durchgang – auch auf die Schatten. Die wirklich schön blaue Europafahne streckt sozusagen (das streicht der Lektor) ihren Bauch heraus und dreht sich ein wenig um die eigene Achse; nicht ganz herum natürlich, sondern ein bißchen hin, ein bißchen her (könntest du dich langsam mit der neuen Rechtschreibung abfinden? Noch dazu, wo du sie teilweise schon verwendest – der innere Korrektor). Der Wind hilft ihr dabei, sich hin und her zu drehen (siehst du, du blöder innerer Korrektor – hättest du dich nicht eingemischt, hätte ich einfach Der Wind hilft ihr dabei - Punkt! schreiben können. Du machst alles komplizierter und manierierter – der Autor). Ich bin fertig und müde. Eine schwere Trägheit wälzt mich nieder. Ich bekomme kaum das Maul auf, und selbst die Kaffeetasse schaue ich lange an, ohne mich durchringen zu können, den Arm auszustrecken, die Tasse zu ergreifen und zum Mund zu führen. Mein müder Geist trifft den Vorsatz, genau das zu tun, aber irgendeine andere, aber untergebene Instanz ist schneller, fällt diesem Vorsatz in den Rücken (wie schaut der aus? - der innere Spötter) und mein Arm schnellt erstaunlich schnell, entschieden und wach nach vor, nimmt das Wasserglas und führt dieses zum Mund. Der trinkt gehorsam. Die innere Zentralbehörde scheint – wenn nicht außer Gefecht – so doch durchsetzungsschwach zu sein. Ah! Jetzt ist der Schluck Kaffee doch gelungen! Ich glaube, es ist am besten, ich gehe heim und lege mich aufs Bett. Ach! Die Wäsche wird bald fertig und zum Aufhängen sein und die zweite Maschine zu machen. Und der Geschirrspüler. Und Blumengießen. Ich bleibe noch ein wenig sitzen und dämmere weg.


(30.9.2026)


©Peter Alois Rumpf    September 2026    peteraloisrumpf@gmail.com

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