4177 Allein zu Haus
7:52 a.m. Ich komme gerade vom Traumaufschreiben. Darum finde ich nicht recht in diesen Text, den es noch gar nicht gibt. Ich schwanke zwischen aufstehen und ab ins Fitnesstudio - und weiter schlafen, was ich gerne machen würde. Mein hochgezogenes Knie beginnt von Zeit zu Zeit einzelne Schmerzpunkte loszulassen. Ich will noch schlafen. Ich huste, als hätte ich Wasser in der Lunge (richtiger: wie du dir vorstellst, wie es sich anfühlt, Wasser in der Lunge zu haben – du hast keine Ahnung – der innere Spötter). „Ich lade dich aus!“ sagt eine Stimme an meinem linken Ohr. Eine Straßenbahn rauscht vorbei (hier gibt es keine Straßenbahn so nahe, dass ich sie in meiner Kemenate hören könnte) und als ich das aufschreiben will, ist die Seite des Notizbuches völlig schwarz. Erst als ich die Augen öffne … ich bin mir nun ganz sicher, dass ich weiterschlafen will. Ein Hund beißt ein Kind. Ich fotografiere den Hund. Ich bin erleichtert, als ich merke, dass ich das nur träume. Eine Tür wird geräuschvoll aufgerissen; ich hoffe nicht, dass das bei uns ist, denn ich bin allein zu Haus.
(25.8.2025)
Peter Alois Rumpf August 2025 peteraloisrumpf@gmail.com

0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Abonnieren Kommentare zum Post [Atom]
<< Startseite