4176 Vergessen
23:59. Das Pulsieren irgendwo in mir oder draußen in der Welt. Der Tanz der Staubflanken, nachdem ich mich im Bett zugedeckt habe; einzelne schweben unglaublich lange. Deutlich klopft mein Herz. Ein ganz tiefer Atemzug, der den Ring um meinen Brustkorb beinahe sprengt. Ach, ich habe ja meine abendlichen Rückenübungen vergessen! Egal, ich stehe nicht mehr auf. Das ferne und deshalb sehr leise Flugzeugsdröhnen, das sich durch den Wolkenhimmel müht (ach, mein Freund! Du und deine Metaphern! Ist dir noch nicht aufgefallen, dass man im Nebel viel deutlicher und weiter hört, weil Nebel die Schallübertragung fördern kann? Also möglicherweise müht sich das Dröhnen gar nicht so sehr durch die Wolken – der innere Spötter) (Die unverlässliche KI sagt, dass Nebel den Schall auch dämpfen kann!) Ich spiele wieder mit meiner Wahrnehmung und lasse die Bücherreihen im Regal absinken. Ich sorge mich nicht, ich weiß ja, auf diesem Niveau der Wahrnehmungsverschiebungen bleiben die Bücher auf ihrem Platz. Jetzt huste ich ein wenig, vermutlich von der kalten Luft, die beim Fenster herein kommt. Ach, meine Abendtablette (Cholesterin) habe ich auch vergessen! Das werde ich noch erledigen.
(24.8.2025)
Peter Alois Rumpf August 2025 peteraloisrumpf@gmail.com

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