Meine Gedanken sausen um sieben Uhr früh in meiner Lebens-
und der Weltgeschichte herum. Zwei jugendliche Motten schwirren um und in
meiner Leselampe als kleine Leuchtkörper, wenn sie den Lichtkegel passieren.
Ich kippe von einer Trance in die nächste und vergesse
alles. Und die Augendeckel klappen immer wieder zu und ich reiße sie immer
wieder auf. Die Neubaugasse wird umgebaut, fällt mir ein, zuerst taucht das
Bild auf und erst nach ein paar Sekunden das Wissen, wo das ist.
Mein Streicheln meiner Katze wird so müde, dass sie zu
schnurren aufhört. An der Stiege unten wird die Sperre für die Tageskinder
eingefügt; ich höre alles herauf, wie vorhin noch die Stimmen des
Morgenjournals
(11.11.2020)
©Peter Alois Rumpf November 2020
peteraloisrumpf@gmail.com
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