Drei Uhr drei ante meridiem. Ich versuche, meinen Tag
abzuschließen. Bin zwar müde, aber mir ist noch nicht zum Schlafen. Ich schau
mich auch nicht richtig im Zimmer um; meine Blicke gleiten verstohlen, beinah
wie mit Schuldgefühl und ohne Punch gleich wieder vom Gesehenen ab. Ich halte
mein Schauen zurück und nur unabsichtlich rutscht etwas durch – möglichst wenig
und ungenau und oberflächlich wahrnehmen.
Jetzt schließe ich die Augen, was das Hören hervortreten läßt: laut, schrill; die inneren Sirenen bearbeiten mein Gehör, als würden sie die Ohren richtig berühren.
Der Druck in den Ohren nimmt immer noch zu. Zumindest kommt es mir so vor.
(18./19.10.2020)
©Peter Alois Rumpf
Oktober 2020
peteraloisrumpf@gmail.com
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